Thema: Alsdorf

Mehr als 111 Tollitäten feierten im Landtag

Der Närrische Landtag ist jedes Jahr ein Highlight im Terminplan des Landtags. Angestrebt war, 111 Tollitäten aus ganz NRW nach Düsseldorf einzuladen, es kamen aber mehr als 130 Prinzen, Prinzenpaare und Dreigestirne. Auch in diesem Jahr hatte die Alaaf-Fraktion keinen leichten Stand. Zwar ist der karnevalistische Schlachtruf deutschlandweit der Bekannteste, in der Vielzahl der 128 nordrhein-westfälischen Wahlkreise scheint dies aber nicht zu gelten.

 

Eva-Maria Voigt-Küppers führt das Haarener Dreigestirn durch den Plenarsaal des Landtags…

Aus der Alaaf-Hochburg Aachen besuchte das Haarener Dreigestirn den Landtag. Eva-Maria Voigt-Küppers begrüßte die Jecken aus dem Aachener Norden in Vertretung für den Abgeordnetenkollegen Karl Schultheis. Den früheren Richtericher Karnevalsprinzen hatte eine Erklältung erwischt hatte – wegen Krankheit musste auch das Dreigestirn auf seinen Bauern verzichten. Mit dem Adjutanten hatten die Haarener aber zur Überraschung einen Würselener Ex-Prinzen im Gepäck.

Die Karnevalisten erfuhren eine kleine Führung durch das Haus, die im Plenarsaal begann und im Abgeordnetenbüro auf der fünften Etage endete. Kurzerhand kaperten die Haarener dort die Musikanlage und ließen ihre Hits laufen.

 

…ebenfalls im Plenarsaal: Das Alsdorfer Prinzenpaar mit Gefolge

Wegen des großen Interesses aus dem Wahlkreis hatte in diesem Jahr das Los darüber entscheiden müssen, wen Eva Voigt-Küppers selbst zum Närrischen Landtag einlädt. Die Glücklichen waren bei der Ziehung die Tollitäten aus Alsdorf gewesen: Das Paar mit Prinz Stefan I. und Prinzessin Tanja kam mit kleinem Gefolge direkt von einem anderen Auftritt und schaffte es noch haarscharf zur Begrüßung bei Landtagspräsident Kuper.

Der Karnevalsprinz ist Chef des Alsdorfer Tierparks und so kommt dieser Einrichtung ein besonderer Stellenwert zu: Sie ist das Motiv des diesjährigen Prinzenordens.

 

Weitere Fotos vom Närrischen Landtag gibt es auf der Facebook-Seite.

31. Januar 2018

„Ohne jeden Grund: Landesregierung gibt Produktionsschulen für Jugendliche auf“

 

Im November 2017 hat der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann angekündigt, die Arbeit von Produktionsschulen nicht weiter finanzieren zu wollen. Produktionsschulen unterstützen Jugendliche, die Probleme haben, in eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle vermittelt zu werden. In einer Kleinen Anfrage haben die Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers und Josef Neumann den Minister nach seinen Beweggründen und den Folgen des Finanzierungsstopps für Produktionsschulen gefragt. Die Antwort auf die Kleine Anfrage liegt nun vor.

Dazu erklären Eva-Maria Voigt Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW und Josef Neumann, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

 

„Aus der Antwort auf unsere Kleine Anfrage geht eindeutig hervor, dass die Mitte-Rechts-Regierung ohne Grund ein gutes Projekt mit landesweit 2.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beenden will. Wörtlich führt Minister Laumann sogar aus, dass das Programm Produktionsschule ,nicht in engem Sinne evaluiert‘ worden sei. Die Landesregierung gibt also unumwunden zu, dass sie keine Notwendigkeit sieht, die Produktionsschule fundiert und objektiv bewerten zu lassen, bevor sie ihr ein Ende setzt. Das ist eine absolute Respektlosigkeit gegenüber den Trägern und ihren Beschäftigten, aber auch gegenüber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

 

Denkbar unkonkret ist auch die Antwort auf die Frage, welche Verbesserungen sie sich durch den Wechsel von der Produktionsschule zum Werkstattjahr verspricht: Sie erwarte zwar eine Verbesserung der Erfolgsquote, könne das aber nicht fundiert belegen. Geplant ist offensichtlich auch nicht, auf die bisherigen Produktionsschulträger zuzugehen und ihren Fortbestand im Rahmen des Folgeprogramms zu garantieren. Es wird lediglich ausgeführt, es stünde den Trägern offen, sich für das Werkstattjahr zu bewerben.

 

Zusammengefasst: Die Landesregierung hat die Produktionsschule nicht evaluiert, sie nennt keine Gründe für ihr Ende und sie hat kein Konzept für die Träger und ihre Beschäftigten. Das ist beschämend.“

 

Die Antwort der Landesregierung ist unter der Landtags-Drucksache 17/1786 erschienen und kann hier eingesehen werden.

24. Januar 2018

Eva-Maria Voigt-Küppers als Schirmherrin beim BSG-Alsdorf

Eva-Maria Voigt-Küppers hat am vergangenen Wochenende (07.10.2017) die Schirmherrschaft für das Einladungsturnier der BSG-Alsdorf 1959 e.V. übernommen. Der BSG-Alsdorf 1959 e.V. ist ein inklusiver Sportverein, d.h. es nehmen sowohl Menschen mit als auch ohne Handicap am Training teil.

 

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11. Oktober 2017

Neue Landesregierung will die Kommunen des Nordkreises mit 890.000 Euro belasten!

Mit dem Nachtragshaushalt 2017 hat die schwarz-gelbe Landesregierung beschlossen, einmalig die Krankenhausinvestitionsförderung zu erhöhen. An der Gesamtsumme von insgesamt 250 Millionen Euro sollen allerdings die Kommunen in Höhe von 100 Millionen Euro beteiligt werden.

Dazu erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers: „Krankenhäuser sind ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Grund- und Notfallversorgung in Nordrhein-Westfalen. Um eine hohe Qualität und Leistungsfähigkeit sicherzustellen, ist eine ausreichende Finanzierung unerlässlich.
Das Vorhaben der CDU/FDP-Koalition ist in dieser Form aber nicht zu akzeptieren. Herr Laschet verkauft der Öffentlichkeit hier Wohltaten, die er sich durch die Kommunen teuer bezahlen lässt. Nach den Plänen, die CDU und FDP vorgelegt haben, sollen die Städte und Gemeinden in einem hohen Maß für diese Investition aufkommen. Als SPD finden wir aber, dass die Krankenhausfinanzierung Aufgabe des Landes sein muss!

Das geplante Vorgehen hat gravierende Auswirkungen auf die laufenden kommunalen Haushalte. Für die vier Kommunen des Nordkreises würde sich die Krankenhaus-Umlage noch in diesem Jahr um insgesamt 890.000 Euro erhöhen: Auf Alsdorf und Herzogenrath kämen Kosten in Höhe von jeweils rund 260.000 Euro zu, Baesweiler müsste 150.000 Euro zusätzlich aufwenden. Auch Würselen soll mit 220.000 Euro belastet werden.
Das ist Geld, das dann an anderer Stelle fehlt. Und nach Einschätzung des Städtetags NRW ist es auch rechtlich problematisch, so spät im Haushaltsjahr diese zusätzlichen Ausgaben zu leisten.

Ein Vorbild zur Lösung des Investitionsstaus bei den Krankenhäusern könnte stattdessen das milliardenschwere Investitionsprogramm ‚Gute Schule 2020‘ sein. Damit hat die alte Landesregierung den Kommunen mit zwei Milliarden Euro unter die Arme gegriffen, ohne diese selbst zu belasten. Eine ähnliche Lösung sollte auch im Hinblick auf die Krankenhausfinanzierung gefunden werden“, fordert Voigt-Küppers.

15. September 2017

Ein hartes Stück Arbeit: Warum eine Altenpflegerin in den Bundestag will

Seit 27 Jahren arbeitet Claudia Moll in der Altenpflege. Nun kandidiert sie für den Bundestag. Als Arbeitnehmerin ist sie eine Außenseiterin, ihre Berufsgruppe ist im Parlament kaum vertreten. Kein leichter Weg.
 

Frau Moll, was hat Sie als Altenpflegerin dazu bewogen, für den Bundestag zu kandidieren?

Die Pflegereform. Da wurde der stationäre Bereich im Gegensatz zum ambulanten nicht gut genug berücksichtigt. Das hat mich geärgert. Natürlich wäre es schön, wenn jeder so lange zu Hause gepflegt werden würde, wie er möchte. Aber das können sich die Angehörigen nicht immer leisten. Sie gehen oft genug gesundheitlich weit über ihre Grenzen. Da hätte ich mir gewünscht, dass auch der stationäre Bereich aufgewertet wird, in dem ich seit 27 Jahren arbeite. Ich kann nur sagen: wir leisten verdammt viel.

Eva-Maria Voigt-Küppers und Claudia Moll

Als Altenpflegerin sind Sie eine Ausnahmeerscheinung unter den Kandidaten zum Bundestag. Macht Ihnen das Angst?

Die Frage, ob ich Angst habe, z.B. vor Podiumsdiskussionen, höre ich oft. Natürlich ist mir mein Gegenkandidat rhetorisch überlegen. Das ist ja kein Wunder, denn er ist Anwalt und sitzt seit 12 Jahren im Bundestag. Angst macht mir das aber nicht. Angst macht mir, wenn ich Nachtdienst habe und alleine für 53 kranke Menschen verantwortlich bin. Da wünsche ich mir, dass hoffentlich alles gut geht.

Werden Sie als Beschäftigte im Pflegebereich ihrer Berufsgruppe mehr Stimme verleihen und damit auch eine Lücke im Parlament füllen?

Ja. Meine Schwerpunkte werden Pflege und Gesundheitswesen, aber auch Altersarmut sein. Ich habe viele Bewohner, die können sich nicht einmal mehr einen Frisör leisten oder ein Medikament. Das ist ein wichtiges Thema.

Sehen Sie sich als Vorbild für alle, die etwas verändern wollen?

Natürlich. Man muss auch wollen. Aber es ist ein hartes Stück Arbeit und ein langer Weg. Ich mache das ja neben meinem Beruf. Viele Wahlveranstaltungen sind am Wochenende. Aber auch da habe ich manchmal Dienst. Deshalb werde ich mir unbezahlten Urlaub nehmen. Sechs Wochen, mehr kann ich mir nicht leisten.

Wie ist die Unterstützung in ihrem Bezirk?

Sehr gut. Ohne Unterstützung würde es auch gar nicht gehen. Ich kandidiere für die StädteRegion Aachen, da gehört auch Würselen dazu. Unser Kanzlerunterbezirk. Auf den Martin lasse ich nichts kommen. Mit ihm würde ich auch zu Fuß nach Berlin laufen.

Und wie sind ihre Aussichten?

Ganz klar: Ich hole das.

06. September 2017