Thema: L223

Fast 20 Jahre warten die Anwohner der L223 zwischen dem Herzogenrather Schulzentrum und dem Kreisverkehr Birk in Würselen nun auf Neubau und Verlegung der Straße. Durch den Bau der A44-Anschlussstelle Broichweiden hat es eine erhebliche Zunahme der Verkehrsströme gegeben. Auf der schmalen Trasse haben sich mehrere schwere Unfälle ereignet. Bis zu 18.000 Fahrzeuge passieren heute die Häuser der Anwohner in Herzogenrath-Niederbardenberg in nur wenigen Metern Entfernung.

Nachdem eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Aachen abgewiesen wurde, stellt der Landeshaushalt 2018 erstmals Mittel für den Bau der L223n bereit. Baubeginn soll im Sommer sein.

Hier finden Sie einen Übersichtsplan.

Hier informiert der Landesbetrieb Straßen.NRW über aktuelle Entwicklungen.

Grünes Licht für die L223n

Im kommenden Jahr soll mit dem Bau der L223n begonnen werden. Das geht jetzt aus der Antwort auf eine entsprechende Anfrage der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers vom August 2017 hervor. Die Zustimmung des Landtags-Verkehrsausschusses zum Landesstraßenbauprogramm ist erfahrungsgemäß nur eine Formsache.
Zwischen dem Kreisverkehr Birk und dem Schulzentrum Herzogenrath sollen Neubau und teilweise Verlegung der Landstraße für einen besseren Verkehrsfluss sorgen und die Anwohner entlasten. Die bisherige Straße ist für das heutige Verkehrsaufkommen zu eng, das Straßenfundament marode und auch der begleitende Radweg weist Schäden auf.

Die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers zeigt sich erfreut über diese Ankündigung:

Archivbild: Landtagsabgeordnete Eva Voigt-Küppers, BI-Sprecher Alfred Lange und Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch bei der letzten Bürgerversammlung zum Projekt L223n

„Bereits mein Vor-Vorgänger im Landtag, Hans Vorpeil, hat das Anliegen vieler Bürger unterstützt, diesen Abschnitt der L223 neuzubauen. Mit der Eröffnung der Autobahn-Anschlussstelle Broichweiden im Jahr 2003 hat die Verkehrsbelastung der Straße erheblich zugenommen – bis zu 18.000 Fahrzeuge werden täglich gezählt. Hierunter leiden besonders die Anwohner in Niederbardenberg, deren Gärten teilweise nur wenige Meter von der dichtbefahrenen Straße entfernt liegen. Sie werden künftig durch einen Lärmschutzwall abgeschirmt. Auch die Zusage von Straßen.NRW, den Radweg zu erneuern, ist eine gute Nachricht.

 

Die Planung des Projekts hat in den vergangenen Jahren viele Stationen durchlaufen: Die „Bürgerinitiative L223n“ hat sich schon vor vielen Jahren gegründet und Unterschriften für das Projekt gesammelt. 2011 gab es im Landtag ein Gespräch mit dem damaligen Verkehrsminister Voigtsberger. Der Planfeststellungsbeschluss liegt seit dem Dezember 2011 vor und ist seit Abweisung von zwei Klagen seit Ende 2016 endlich rechtskräftig.

Was jetzt nur noch gefehlt hat, war die Aufnahme ins Landesstraßenbauprogramm. Schön, dass wir diese Zusage nun haben. Vor allem der Bürgerinitiative „L223n“ gilt unser Dank, denn auch dem hartnäckigen Einsatz und dem öffentlichen Druck durch die Bürgerinnen und Bürger ist dieser Durchbruch zu verdanken“, so Voigt-Küppers.

Link: Übersichtslageplan L 223 mit LS-Wällen

25. September 2017

Anfrage an die Landesregierung zum Sachstand L223n

Die folgende Kleine Anfrage wurde in dieser Woche an die Landesregierung gerichtet:

 

Fast 20 Jahre warten die Anwohner der L223 zwischen dem Herzogenrather Schulzentrum und dem Kreisverkehr Birk in Würselen nun auf Neubau und Verlegung der Straße. Durch den Bau der A44-Anschlussstelle Broichweiden hat es eine erhebliche Zunahme der Verkehrsströme gegeben. Auf der schmalen Trasse haben sich mehrere schwere Unfälle ereignet. Bis zu 18.000 Fahrzeuge passieren heute die Häuser der Anwohner in Herzogenrath-Niederbardenberg in nur wenigen Metern Entfernung.

Abhilfe schaffen soll die L223n. Schon das marode Straßenfundament und die Enge des Baukörpers machen den Neubau notwendig. Durch eine Verlegung der Trasse sowie die Errichtung von Lärmschutzwänden kann zudem die Lebensqualität der Anwohner nachhaltig gesteigert werden.

Das Verwaltungsgericht Aachen hat mit Urteil vom 7. Dezember 2016 zwei Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss abgewiesen. Es besteht somit Baurecht und auch der Landesbetrieb Straßen hat erklärt, im Jahr 2018 mit dem Projekt beginnen zu können.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

  1. Hält die Landesregierung an der bisherigen Priorisierung der L223n im Landesstraßenbedarfsplan fest?
  2. Wann wird die Baumaßnahme mit Geld hinterlegt?
  3. Mit wie viel Geld wird das Projekt hinterlegt?
  4. Wie lang werden die Baumaßnahmen voraussichtlich dauern?
  5. Welches Umfahrungskonzept soll während der Bauphase angewandt werden?

 

Hinweis: Weitere Kleine Anfragen sind auf dieser Internetseite unter „Service“ abgelegt

22. August 2017

Der neuen L223 einen Schritt näher

Der Neubau der L223 zwischen Birk und der Herzogenrather Innenstadt steht seit mehr als zehn Jahren auf der verkehrspolitischen Agenda der Region. Erstmals wurde die Straße 2005 ins Landesstraßenbauprogramm aufgenommen und wird dort immer noch unter der höchsten Prioritätsstufe geführt. Denn die Straße, die Herzogenrath mit der Autobahnanschlussstelle Broichweiden verbindet, ist für die heutigen Verkehrsströme zu schmal und der Untergrund muss dringend erneuert werden.
Anwohner der Niederbardenberger Siedlung, deren Grundstücke teilweise an die bisherige Trasse grenzen, machen sich schon seit Ende der 1990er Jahren für eine Entlastung stark. Der Planfeststellungsbeschluss vom Dezember 2011 war allerdings beklagt worden, weshalb das Verfahren ruhen musste. Die gute Nachricht: Die Klage wurde inzwischen abgewiesen und der Planfeststellungsbeschluss ist damit rechtskräftig.

 

Präsentation der Trasse: Eva-Maria Voigt-Küppers, der Sprecher der Bürgerinitiative, Alfred Lange, und Bürgermeister Christoph von den Driesch.

Über diese Entwicklungen informierten Bürgerinitative und Landes-Straßenbauverwaltung in der vergangenen Woche die Anwohner. Das Interesse war so groß, dass der Walter-Meyer-Treff am Niederbardenberger Sportplatz aus allen Nähten platzte. Einige Zuhörer konnten die Veranstaltung nur von außen verfolgen.
Die wichtigste Information für die Anwohner ist: Die Niederbardenberger Siedlung wird künftig durch einen Lärmschutzwall geschützt. Zusätzlich wird die Straße ab der Kreuzung Finkenweg mehr Abstand zu Niederbardenberg bekommen. Für einen besseren Verkehrsfluss werden Kreuzungen durch Kreisverkehre ersetzt. Mit dem Planfeststellungsbeschluss ist die Straße nun grundsätzlich genehmigt. Einen sogenannten Erörterungstermin, bei dem Anlieger und Grundstücksbesitzer Anmerkungen anbringen konnten, gab es bereits vor mehreren Jahren. Deshalb kann auch die geplante Trassenführung nicht mehr verändert werden.

 

Alle Beteiligten machten allerdings klar, dass die Frage „wann kommt der Bagger?“ nicht beantwortet werden kann. Eva-Maria Voigt-Küppers, die seit mehreren Jahren im regen Austausch mit der Bürgerinitative steht, zeigte sich in der Versammlung dennoch optimistisch: „Wir haben hier drei große Vorteile: Erstens gibt es keinen Streit um diese Straße, es gibt sogar eine Bürgerinitative dafür. Das ist die Ausnahme! Zweitens ist die Maßnahme mit Kosten von sieben bis zehn Millionen Euro aus Sicht des Landeshaushalts nicht besonders teuer. Drittens stehen im Landeshaushalt insgesamt mehr Mittel für Straßenbauprojekte zur Verfügung.“
Wann mit dem Bau begonnen werden kann, steht aber frühestens Ende 2017 fest. „Die Straße muss dazu in den Landeshaushalt 2018 aufgenommen werden. Ich kann nicht versprechen, dass das klappt, aber ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen“, so Voigt-Küppers.

 

Erst wenn die Finanzierung gesichert ist, kann mit dem Grundstückserwerb begonnen werden, ergänzte der Landesbetrieb Straßen. Auch dann können erst die Verhandlungen mit Grundbesitzern begonnen werden. Man sei aber auch hier optimistisch, zu einer Lösung zu kommen, die alle am Ende zufriedenstelle.

06. März 2017

Übergabe einer Unterschriftenliste an Minister Voigtsberger

Verkehrsminister Voigtsberger, Landtagsabgeordnete Voigt-Küppers und Bürgermeister von den Driesch zusammen mit der Bürgeriniative bei der Übergabe der gesammelten Unterschriften.

Nachdem NRW-Verkehrsminister Voigtsberger Ende September die Priorisierungsliste des Landesstraßenbedarfsplans veröffentlicht hat, kam nun eine Delegation der Bürgerinitiative L 223n in den Landtag, um noch einmal die Dringlichkeit des unbestrittenen Neubaus zum Ausdruck zu bringen. Alfred Lange von der Bürgerinitiative bedankte sich herzlich für die Möglichkeit, am Rande der Plenarsitzung dem Minister eine Unterschriften der betroffenen Anwohner für den Umbau ihrer Ortsumgehung zu überreichen. „Wir sehen nach zwanzigjähriger Planungsphase endlich Licht am Horizont. Nicht zuletzt durch die Unterstützung von Hans Vorpeil, Christoph von den Driesch und Eva-Maria Voigt-Küppers stehen wir heute hier“, ist Lange optimistisch.

Voigtsberger, der mit der Situation vor Ort gut vertraut ist, ist ebenfalls zuversichtlich, dass die Straße nun bald gebaut wird. Er versicherte, dass der Planfeststellungbeschluss wie vorgesehen Ende Dezember feststeht und das hieße, dass die Straße grundsätzlich gebaut werde. Nach heutigem Stand bestünden vor Ort keine Einwände gegen die Umlegung der Trasse. Alle betroffenen Landwirte seien bereits vorstellig geworden und letzte Unstimmigkeiten konnten aus dem Weg geräumt werden, so Bürgermeister von den Driesch. Nach der Planstellung besteht jedoch noch einen weiteren Monat die Chance, letzte Einwände vorzubringen.

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19. November 2011

SPD-Landtagsabgeordnete Voigt-Küppers begrüßt Pläne des Landesverkehrsministers

Die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers begrüßt die Rangfolge in der Planung von Bundes- und Landesstraßenbauprojekten, die Landesverkehrsminister Harry Voigtsberger heute im Verkehrsausschuss des Landtages vorstellte: „Die erstmals öffentlich vorgestellten Priorisierungslisten bringt Wahrheit in den Straßenbau. Im Nordkreis herrscht nun endlich mehr Klarheit: In Baesweiler wird am Neubau der Ortsumgehung L 50 in Setterich weiterhin unter höchster Priorität festgehalten. Auch in Herzogenrath bleibt die Dringlichkeit der Verlegung der L 223 weiterhin im Landesstraßenbedarfsplan bestehen. Mit diesen beiden Teilerfolgen bin ich sehr zufrieden“, so die SPD-Abgeordnete.

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22. September 2011