Thema: Schule, Aus- und Weiterbildung

Seit mehr als 40 Jahren ist Bildung mein Herzensthema. Denn Teilhabe und Selbstbestimmung in unserem Leben wird dadurch bestimmt, welche Bildung wir erfahren.

2012 wurde ich in den Vorstand der SPD-Fraktion gewählt und habe im Bereich Schule und Weiterbildung seitdem meinen Arbeitsschwerpunkt. Im zuständigen Ausschuss beraten wir aktuelle Themen der Bildungspolitik, wir führen Expertenanhörungen durch und bereiten Gesetze vor. Als Bildungspolitikerin besuche ich Schulen in ganz NRW, tausche mich regelmäßig mit Eltern, Lehrern und Schülern aus und stecke meine ganze Kraft in dieses Thema.

SPD-Fraktion beantragt Enquetekommission zur Digitalisierung der Arbeitswelt

Die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag beantragt eine Enquetekommission zum Thema „Digitale Arbeitswelt“. Dazu erklärt Dietmar Bell, hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

„Der digitale Wandel wird die Arbeitswelt verändern und eine weitgehende Reorganisation des Arbeitsmarktes mit sich bringen. Ob dies mit erheblichen Strukturbrüchen oder im Sinne einer nachhaltigen und gestalteten Transformation geschieht, ist offen. Bereits jetzt ist jedoch erkennbar, dass Branchen und berufliche Qualifikationen sehr unterschiedlich betroffen sein werden. Zugleich bietet die digitale Transformation ein hohes Potenzial für neu entstehende Arbeitsplätze. Die Bewältigung der entsprechenden Prozesse wird die Akteure in unserem Bundesland vor schwierige Aufgaben stellen, etwa hinsichtlich der Frage von Qualifikationsanpassungen innerhalb bestehender Lebensverlaufsbiographien. Das alles wird massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt in ganz Deutschland, aber gerade auch am größten Industrie- und Dienstleistungsstandort Nordrhein-Westfalen haben. Deshalb wird die SPD-Landtagsfraktion beantragen, zu diesem Thema eine Enquetekommission des Landtags einzusetzen.

 

Neue Formen der Beschäftigung, wie zum Beispiel auf Crowdworking-Plattformen, stellen unsere Wirtschaftsordnung hinsichtlich der Gewinnverteilung, der sozialen Sicherung, des Betriebsbegriffes, der Sozialpartnerschaft sowie der Mitbestimmung massiv in Frage.

Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit der dichtesten Hochschullandschaft Europas, kommt in diesem Kontext eine Schlüsselrolle zu, wenn es darum geht, interdisziplinäre Impulse zu setzen, die über ein naives ,Digitalisierung First, Bedenken second‘ hinausgehen.“

21. März 2018

Sven Wolf: „Nichts Genaues weiß man nicht: Landesregierung stochert bei G9 im Nebel“

Die SPD-Fraktion stellte in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Heimat, Kommunales, Bauen und Wohnen eine dringliche Frage zum G9-Beschluss der Landesregierung und den dadurch zu erwartenden Mehrkosten für die Kommunen. Dazu erklärt Sven Wolf, kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Wir haben heute die Landesregierung gebeten, zu beantworten, welche Mehrkosten auf die Kommunen durch die Rückkehr zu G9 zukommen. Hierauf konnte die Landesregierung keine Antwort geben. Rückmeldungen der Kommunen liegen der Kommunalministerin noch nicht vor, obwohl es bereits eine Abfrage bei den Städten und Gymnasien gegeben haben soll.

Der Verweis auf die in Bayern gemachten Erfahrungen führt in die Irre: NRW ist wesentlich großstädtischer strukturiert als der bayrische Freistaat und weist zudem eine völlig andere Sozialstruktur als dieser aus. Der Landtag wird nun also über die Rückkehr zu G9 beraten, obwohl sich die Klagen der Städte und Gymnasien hinsichtlich der zu erwartenden Kosten und Raumbedarfe häufen. Die Landesregierung bleibt den Kommunen in Nordrhein-Westfalen entscheidende Antworten schuldig.“

16. März 2018

Elisabeth Müller-Witt: „Politische Bildung braucht an allen Orten Unterstützung“

Auf Antrag der SPD-Fraktion fand heute eine Anhörung zum Thema Politische Bildung im Hauptausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags statt. Dazu erklärt Elisabeth Müller-Witt, Sprecherin der SPD-Fraktion im Hauptausschuss:

 

„Die Anhörung hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig politische Bildung ist. Politische Bildung darf dabei nicht nur Teil des Schulunterrichts sein, sie muss noch stärker dort erfolgen, wo Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene unterwegs sind. Wir müssen deshalb unsere Bildungswerke, Träger der Jugend- und Erwachsenenbildung in die Lage versetzen, sozialraumorientierter zu arbeiten.

Gesellschaftliche Ungleichheit und geringe politische Partizipation sind eng miteinander verbunden. Auch deshalb muss die politische Bildung offener für neue Informations- und Gesprächsformate werden.

 

Wir fühlen uns durch die Expertenanhörung in unserem Anliegen bestätigt, dass die Landeszentrale für politische Bildung hierzu einen unverzichtbaren Beitrag leistet und weiter gestärkt werden muss. Darüber wollen wir mit den anderen Fraktionen des Landtags in ein Gespräch treten.“

15. März 2018

Eva-Maria Voigt-Küppers/ Jochen Ott: „Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erfordert einen Gipfel aller Beteiligten“

Die SPD-Landtagsfraktion fordert die schwarz-gelbe Regierungskoalition und die Landesregierung auf, einen Gipfel zum Thema Ganztagsschulen einzuberufen. Dazu erklären Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, und Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher:

 

Jochen Ott und Eva-Maria Voigt-Küppers im Pressegespräch

Jochen Ott: „Wir halten einen solchen Gipfel für absolut notwendig, denn der Koalitionsvertrag zwischen SPD und der Union im Bund beinhaltet, dass ein Rechtsanspruch auf einen Platz an einer Ganztagsschule im Grundschulbereich bis 2025 gewährleistet sein muss. Das ist angesichts der noch zu klärenden Fragen eine große Aufgabe, die gemeinsam gelöst werden muss. Es geht dabei sowohl um Konzepte wie auch um die finanziellen und baulichen Fragen. Wir sind zur Mitarbeit bereit.“

 

 

Eva-Maria Voigt-Küppers: „Wir arbeiten bereits seit Beginn der Legislaturperiode an diesem Thema und werden noch im Frühjahr ein geschlossenes Konzept vorlegen. Die quantitativen Startbedingungen in NRW sind im Vergleich zu anderen Bundesländern gut, wir haben eine Versorgungsquote von 40 Prozent, was etwa 315.000 Plätzen entspricht. Uns geht es aber vor allem auch um den Ausbau der Qualität. Denn das ist ein wesentlicher Beitrag für mehr Chancengleichheit. Darum muss es allen gehen, denen an einer guten Bildung unserer Kinder gelegen ist.“

 

 

08. März 2018

„Es ist kurz vor Zwölf! Lehrermangel an Grundschulen erzwingt ein Sofortprogramm“

Zur heute erschienenen Studie der Bertelsmann-Stiftung über den Lehrermangel an Grundschulen erklären Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW, und Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

 

Eva-Maria Voigt-Küppers: „Grundschullehrerinnen und -lehrer werden dringend benötigt. Die Attraktivität des zukünftigen Berufs ist dabei für die Berufswahl von jungen Leuten von besonderer Bedeutung. Ein erster Schritt dorthin ist aus Sicht der SPD-Fraktion die Angleichung der Einstiegsbesoldung aller Lehrämter auf A13.

Damit treten wir der nicht haltbaren Ungerechtigkeit in der Bezahlung entgegen und lassen den Lehrerinnen und Lehrern die Wertschätzung zuteilwerden, die sie verdienen. Die SPD-Fraktion wird im Februar-Plenum einen Gesetzentwurf zur Besoldungsanpassung vorlegen. Ich appelliere, angesichts der erschreckenden Zahlen der Bertelsmann-Studie zum Lehrermangel an Grundschulen, an die Landesregierung diesem Gesetzentwurf zuzustimmen. Die Besoldung ist sicher nur ein Baustein im Kampf gegen den Lehrermangel an Grundschulen, aber ein gewichtiger.“

 

Jochen Ott: „Angesichts der 10-semestrigen Ausbildung von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern und der sich daran anschließenden zweiten Phase in der Praxis besteht heute schon höchster Zeit- und Handlungsdruck. Noch ist es kurz vor Zwölf, wenn nicht sofort gehandelt wird, brennt es lichterloh.

Die Mitte-Rechts-Koalition ist in der Pflicht, sofort mehr Studienplätze für das Lehramt Primarstufe zur Verfügung zu stellen. Das Hochschulfreiheitsgesetz darf nicht dazu führen, dass die erkennbare Misere verschärft wird. Für die Qualifizierung von Quereinsteiger/-innen braucht es dringend ein verbindliches Handlungskonzept.“

 

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung ist hier einsehbar.

31. Januar 2018