24. November 2011 | Meldung

Und was macht Frederick? Vorlesetag in der Kita Lessingstraße in Würselen

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Sind von der Mäusegeschichte gefesselt: Die Kinder der Kindertagesstätte Lessingstraße bei der Lesung mit Eva-Maria Voigt-Küppers MdL

Als Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers die Kindertagesstätte in der Lessingstraße gegen 9 Uhr betritt, riecht es bereits nach Plätzchen, Kinder toben und spielen. Trotzdem ist etwas anders an diesem Morgen, denn heute bekommen die Drei- bis Sechsjährigen prominenten Besuch: Im Rahmen des 8. bundesweiten Vorlesetags der Stiftung Lesen liest die Kinder- und Jugendpolitikerin Eva-Maria Voigt-Küppers vor und hat eins ihrer Lieblingskinderbücher im Gepäck: „Die Geschichte von Leo Lionnis Frederick und seinen Mäusefreunden hatten bereits meine eigenen Kinder gern. Außerdem passt sie sehr schön in die Jahreszeit: Die Mäuse bereiten sich im Herbst auf den langen Winter vor und sammeln Vorräte an“, begründet Voigt-Küppers die Wahl ihres Lesestoffs. „Zudem ist die Botschaft, dass geistige Nahrung ebenso wichtig für das Überleben ist wie Getreide und Nüsse, eine sehr wichtige in unserer heutigen Zeit.“

Obwohl die Geschichte schon über dreißig Jahre alt ist und bereits erste Seiten aus dem Einband fallen, kannten die Kinder das Buch. Das tat ihrer Aufmerksamkeit aber keinen Abbruch. Sie hörten gespannt zu, wie die Feldmäuse ihre Vorräte für den Winter sammelten. Auch, um jede Zwischenfrage der Vorleserin richtig beantworten zu können. Nur eine Maus beteiligte sich nicht an der Arbeit und so kam bei den Kindern allmählich Verwunderung auf: „Und was macht Frederick?“, wollte ein kleines Mädchen wissen. Als das Geheimnis gelüftet wurde und die kleinen Zuhörer erfuhren, dass Frederick nicht faul war, sondern Sonnenstrahlen, Farben und Wörter gesammelt hat, um im Winter seine Mäusefreunde mithilfe von Geschichten und Vorstellungen gut zu versorgen, waren sie über die Klugheit von Frederick überrascht. Und sie fanden zugleich, dass man genau solche „Vorräte“ für den Winter brauche. Dafür gab es am Ende auch einen Applaus.

„Wieder einmal die direkte Nähe zu Kindern zu suchen, ihnen die Chance zu Fragen und Erklärungen, aber auch Raum für ihre eigene Vorstellungskraft zu geben, finde ich enorm wichtig. Wir tun dies im Alltag oft viel zu selten“, sagte die Abgeordnete im Anschluss an die Lesung: „Meines Erachtens gehört das Vorlesen zum Lernprozess dazu. Kinder müssen lernen, zuzuhören. Darum halte ich den bundesweiten Vorlesetag für ein beispielhaftes bildungspolitisches Signal und ich freue mich, nächstes Jahr wieder dabei sein zu dürfen.“