Thema: Im Wahlkreis

Im nordrhein-westfälischen Landtag vertrete ich vier Städte: Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen. Der Wahlkreis Aachen III grenzt an die Stadt Aachen, an Eschweiler, die Kreise Düren und Heinsberg sowie an die Ostgrenze der Niederlande. Bis heute erinnern die Bergehalden in unserer Region an die frühere Steinkohleförderung. Seit mehreren Jahrzehnten ist der Strukturwandel eine zentrale Herausforderung vor Ort.

Wie überall im Rheinland gibt es in unserer Region ein sehr aktives Vereinsleben: Viele Vereine betätigen sich im Karneval, dem Schützenwesen oder pflegen das Maibrauchtum. Unzählige Majestäten werden in jedem Jahr ermittelt und gefeiert.
Dazu kommen zahlreiche Sportvereine – dominant ist dabei natürlich der Fußball. Auch im Vereinswesen ist spiegelt sich das Erbe des Bergbaus: Vogel- und Kaninchenzuchtvereine gehören ebenso dazu wie Knappenvereine, Bergmannschöre und starke Gewerkschaften.

„Ein Mann voller Charakter, Aufrichtigkeit und Temperament!“

Die SPD-Fraktion trauert um Guido van den Berg.

Zum viel zu frühen Tod des Landtagsabgeordneten Guido van den Berg erklärt Thomas Kutschaty für die SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Wir sind sehr traurig, dass unser langjähriger Freund und Fraktionskollege Guido van den Berg in der Nacht zum Donnerstag nach langer Krankheit von uns gegangen ist. Er wurde nur 44 Jahre alt.

Guido war ein engagierter, ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Anliegen seines Wahlkreises. Er gilt zu Recht als einer der Wegbereiter des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Kaum eine Fraktionssitzung, in der er seine Stimme nicht für die Menschen im Rhein-Erft-Kreis erhoben hat. Das waren Momente voller Charakter, Aufrichtigkeit und Temperament.

„Ein Mann voller Charakter, Aufrichtigkeit und Temperament!“
Guido van den Berg

Seit 2012 hat Guido van den Berg die Interessen seines Wahlkreises im Landtag von Nordrhein-Westfalen vertreten. Aber sein Einsatz für das Rheinische Revier reicht weit darüber hinaus. Von 1996 bis 2002 war er Vorsitzender der Bedburger SPD. In den Jahren 2001 bis 2003 war er stellvertretender Kreisvorsitzender der Rhein-Erft SPD und seit März 2003 deren Kreisvorsitzender. Seit 2010 war er Mitglied des SPD-Regionalvorstandes Mittelrhein.

Wenn es einen Namen gibt, der mit dem Strukturwandel im Rheinischen Revier verbunden ist, dann lautet dieser: Guido van den Berg. In der öffentlichen Debatte ist er für seine Positionen häufig auch kritisiert worden. Das gehört zur politischen Auseinandersetzung dazu. Das wusste er, und das konnte er einordnen. Aber es hat ihn vor allem nicht davon abgehalten, mit großer Verantwortung und persönlicher Aufopferung das aus seiner Sicht Richtige für die Menschen im Rhein-Erft-Kreis zu tun. Die SPD-Fraktion verneigt sich.

Jetzt ist Guido nicht mehr da. Das schmerzt uns zutiefst. Das, was er für die Menschen im Rheinischen Revier getan hat, aber wird bleiben. Uns allen wird er immer in Erinnerung sein. Als Fraktionskollege, als Freund, als Mensch. Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen beiden Söhne. Wir trauern mit ihnen.“

03. Mai 2019

Nachruf auf Hans Vorpeil

Eva-Maria Voigt-Küppers kommentiert den Tod des ehemaligen Landtagsabgeordneten Hans Vorpeil:

„Hans Vorpeil war 20 Jahre lang Landtagsabgeordneter für den Norden des Kreises Aachen. In seine Zeit als Abgeordneter fiel das Ende der Steinkohle und damit der größte Umbruch, den das Wurmrevier seit Kriegsende erfahren musste.

Diesen Strukturwandel hat Hans Vorpeil in mit großem Ehrgeiz, mit Fleiß und viel Geduld mitgestaltet. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen gestärkt aus dem Ende der Steinkohle hervorgegangen sind. Auf sein persönliches Wirken hin ist 1987 das Landeskabinett unter Ministerpräsident Johannes Rau in die Region gekommen, um sich einen Eindruck davon zu machen, welche Bedeutung die Kohle für das Wurmrevier hat.

Hans Vorpeil hat sich auch persönlich dafür eingesetzt, dass die Menschen, die ihre Arbeitsplätze verlieren, neue Perspektiven erhalten. 1984 hat er deshalb den Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VabW) mitgegründet und war bis vor wenigen Monaten dessen Vorsitzender. Tausende Menschen hat der VabW in dieser Zeit weitergebildet.

Mit der gleichen Leidenschaft hat Hans Vorpeil nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag das Energeticon vorangetrieben. Mittlerweile vielfach prämiert, gibt es in herausragender Weise Einblicke in den früheren Alltag der Menschen im Wurmrevier und erklärt als außerschulischer Lernort das Thema Energie aus verschiedenen Perspektiven.

Die SPD verliert mit Hans Vorpeil einen fleißigen und unaufgeregten Streiter für die Gerechtigkeit. Ich persönlich verliere einen jederzeit ansprechbaren Berater und einen Freund. Ich bin sehr traurig über Hans‘ Tod und wünsche seiner Familie viel Kraft in dieser schweren Situation.“

09. April 2019

Im Haus des Grenzlandkarnevals

Seit ungefähr zweihundert Jahren existieren Karnevalsvereine in Nordrhein-Westfalen. Diese Geschichte für das Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirkes Aachen (Erkelenz bis Monschau, Aachen bis Düren) zu dokumentieren, ist die Aufgabe des Hauses des Grenzlandkarnevals in Würselen.

Eva-Maria Voigt-Küppers hat in der vergangenen Woche das Haus des Grenzlandkarnevals besucht. Das Archiv- und Dokumentationszentrum befindet sich in Trägerschaft des VKAG (Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandvereine e.V.), dem Dachverband von über 160 Karnevalsvereinen im Aachener Grenzland.

Mit über 120.000 Archivalien ist das Haus des Grenzlandkarnevals das zweitgrößte Archiv- und Dokumentationszentrum seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Das Archiv umfasst u. a. Presseartikel, Festschriften, Einladungen, Eintrittskarten, Sitzungsprotokolle, Geschäftsdokumente von Vereinen, Schallplatten, Musik- und Videokassetten und über 14.000 Karnevalsorden, die die Vielfalt und lange Geschichte des karnevalistischen Brauchtums in der Aachener Region veranschaulichen.

Darüber hinaus werden in einer Ausstellungsfläche, besondere Exponate des Archivs ausgestellt.

Weitere Informationen sind auf der Website des VKAG zu finden:
http://www.grenzlandkarneval.de/

29. März 2019

Besuch beim Kunstradverein RC09 Noppenberg

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Vereinsbesuche war die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers vergangene Woche beim Radfahrclub Noppenberg 1909 (RC09) zu Gast. In zwei Abteilungen ist der traditionsreiche RC09 unterwegs: Die Fachschaft Radtourenfahren hat sich dem Straßenradsport verschrieben und unternimmt regelmäßig große Ausfahrten.

Besuch beim Kunstradverein RC09 Noppenberg
Früh übt sich!

Daneben besteht die seit Jahrzehnten erfolgreiche Fachschaft Kunstradfahren.
Der Kunstradsport ist eine relativ kleine Sportart. In ganz NRW sind gerade einmal 30 aktive Vereine gemeldet. Umso wichtiger ist es, mit der Nachwuchsarbeit schon früh zu beginnen: Bereits mit sechs Jahren können die Jüngsten mit dem Training beginnen.

„Neben der Regelvermittlung und dem Erlernen verschiedener Figuren auf dem Rad geht es uns Verein vor allen darum, dass alle beteiligten Spaß haben und das Kunstradfahren lernen“ , sagte Hans-Leo Sevenich, der 1. Vorsitzender des Vereins. Er hatte sich über die Besuchsanfrage der Abgeordneten sehr gefreut und konnte stolz seine Nachwuchsabteilung präsentieren.

Besuch beim Kunstradverein RC09 Noppenberg
vorbildliche Nachwuchsförderung auf dem Kunstrad

Eva Voigt-Küppers zeigte sich beeindruckt, was selbst schon die jüngeren für Kunststücke auf dem Kunstrad zeigen können.

„Vereine wie der RC09 zeigen immer wieder, wie groß die Vielfalt der Sportarten in unserem Land ist. Ich finde es wirklich großartig, was ihr in so jungen Jahren schon zeigt. Macht bitte weiter so!“

27. März 2019

Aufbruchstimmung im SPD-Ortsverein Merkstein

Viel hatte sich die SPD für 2018 vorgenommen, und viel wurde auch erreicht. Auf den monatlichen Infoständen und Veranstaltungen, wie dem Markt der Möglichkeiten, nutzten viele Bürger die Chance, der SPD ihre Wünsche zu sagen, was alles in und um Merkstein besser laufen könnte. Und die Genossen haben aufmerksam zugehört. So freute sich der Vorsitzende Günter Prast, “dass es nach der Etablierung der, von der Bevölkerung gut angenommenen, Boulebahn gelungen ist, diese durch eine zweite Bahn zu erweitern.” Die Spielbahn wurde kürzlich begeistert von den Spielern eingeweiht. Damit bei Spielpausen niemand stehen muss, hat der SPD Ortsverein (OV) Merkstein zudem eine Sitzbank gespendet. Hiermit wurde der Auftrag “Volkspark” bis auf kleine Restarbeiten, die alle bereits auf den Weg gebracht wurden, wie versprochen erfolgreich umgesetzt.

Unter der Leitung von Alexandra Prast hat sich innerhalb des Ortsvereins der “AK SPD erneuern” gegründet. Mit Blick auf kommunale Ebene wurden hier viele Ideen und Vorschläge erarbeitet, die in den OV bereits erfolgreich eingebracht wurden und weiter werden. Der AK trifft sich wieder am Aschermittwoch, 6.3.2019 um 19:00 Uhr in der AWO Merkstein. Interessierte sind herzlich eingeladen hier mitzuarbeiten.

Nach einem intensivem Wahlkampf konnte sich Daniela Jansen leider nicht bei der Stichwahl als Städteregionsrätin durchsetzen. Im Vorfeld hatte niemand ein derart knappes und gutes Ergebnis erwartet. Der OV hatte sich hier – schlechten Prognosen trotzend – stark eingebracht. Wenn es nach dem Willen der Merksteiner Bürger gegangen wäre, hätte mit Daniela Jansen erstmals eine Frau das Amt übernommen. So brachte Günter Prast es auf den Punkt, als er resümierte, „Das Ergebnis motiviert und bestärkt uns darin, weiter für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein und sich zu engagieren.“

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung, am 16.2.2019 im Naturfreunde Haus Merkstein, standen diesmal Nachwahlen für den Vorstand an. Der Vorstand, um den Vorsitzenden Günter Prast, der stellvertretenden Vorsitzenden Alexandra Prast und dem Geschäftsführer Carsten Peters freute sich nun, durch die drei neu gewählten Beisitzer Martina Saremba, Markus Müller und Roland Ebert sowie dem Pressereferenten Stefan Kuklik, auch personell gestärkt, weiter erfolgreich arbeiten zu können. Die nächste Sitzung des Ortsvorstands findet am 27.3.2019 um 19:00 im Naturfreunde Haus Merkstein statt. Hierzu sind alle OV Mitglieder herzlichst eingeladen.

Als besonderen Gast konnte der Ortsverein die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers gewinnen. Diese berichtete den aufmerksam zuhörenden Genossen und Genossinnen von der Initiative der SPD Landtagsfraktion das Kommunalabgabengesetz (KAG) NRW zu reformieren. Begeistert wurde hier aufgenommen, dass die Straßenausbaubeiträge, die derzeit von den Anwohnern gezahlt werden müssen, ersatzlos abgeschafft werden sollen. Denn anders als sonst üblich – wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen – bestellt die Politik und der Bürger zahlt. So stellte Eva-Maria Voigt Küppers klar, dass es „sozial ungerecht ist, wenn durch die Straßenausbaubeiträge, teilweise im 4 bis 5 stelligen Bereich, die Existenzgrundlage von Menschen, insbesondere mit kleinen oder mittleren Einkommen, gefährdet oder gar zerstört wird.“ Damit sich dies ändert, unterstützt der OV Merkstein den Gesetzentwurf ‚zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge‘ der Landtagsfraktion aus vollem Herzen im Sinne der Merksteiner Bürger und Bürgerinnen. Die Bedeutung des KAG wird auch bei einem Thema, dass für 2019 und später starke Relevanz hat deutlich.

Sicherlich ist es erfreulich und von vielen herbeigesehnt, dass im September mit den Erschließungsarbeiten des Neubaugebiets Römerstraße begonnen werden soll. Damit niemand durch die Gebühren nach KAG in finanzielle Bedrängnis gebracht wird, dies ist ja auch Ziel der Initiative im Landtag, hat die SPD für die Haushaltsplanungen 2019 der Stadt Herzogenrath erreicht, dass alle KAG-pflichtigen Projekte soweit wie möglich geschoben werden. In Zukunft sollen dann die, bisher durch KAG Beiträge abgedeckten, Kosten vom Land übernommen werden. Auch konnte die SPD im Bebauungsplan Römerstraße den sozialen Wohnungsbau gegen Widerstände durchsetzen. Viele Familien werden dort, neben altersgerechten Wohnmöglichkeiten, schon bald eine neue Heimat in Merkstein finden können.

In direkter Nähe zum Neubaugebiet kann man derzeit die Entstehung eines Drogeriemarktes neben dem Rewe beobachten. Dieses Angebot wurde von den Merksteinern zu Recht lautstark eingefordert. Umso mehr freut es den OV, dass es in Zusammenarbeit mit der Verwaltung gelungen ist, hier einen Investor zu finden.

Ebenfalls im September wird die Umgestaltung des bei Groß und Klein beliebten August-Schmidt-Platzes beginnen. Die ersten Entwürfe liegen bereits vor. Mit der Entfernung der bodennahen Bepflanzung und der Rückkehr des Wochenmarktes wurde ein erster Schritt bereits getan. Der OV wird sich auch weiter dafür einsetzen, dass dieser zentrale Punkt Merksteins wieder prosperiert und sich zu einem noch beliebteren Treffpunkt der Merksteiner entwickelt.

2019 wird spannend und der SPD OV Merkstein freut sich auf viele gute und interessante Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern. Gemeinsam werden wir Merkstein gut für die Zukunft aufstellen und weiter zu einem liebens- und lebenswerten Stadtteil entwickeln.

24. Februar 2019