Thema: Inklusion

Inklusion wird oft als alleiniges Thema der Schulpolitik gesehen, aber es ist viel mehr: Inklusion bedeutet die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am kompletten gesellschaftlichen Leben. Sei es am Arbeitsplatz, im Vereinsleben oder in der Nachbarschaft.
Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat die Bundesrepublik Deutschland ihre Absicht erklärt, Menschen mit Behinderung eine vollständige Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen. Das ist ein gewaltiger Prozess, in dem leider oft nur die Defizite benannt, aber die Chancen ausgeblendet werden. Deshalb muss Inklusion in den Köpfen anfangen und mit und mit zur Selbstverständlichkeit werden!

Inklusion: Landesregierung betreibt Ausgrenzung statt Inklusion

Der Landtag hat sich heute in einer Aktuellen Stunde mit dem Thema Inklusion auseinandergesetzt. Dazu erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

Inklusion: Landesregierung betreibt Ausgrenzung statt Inklusion„Das vermeintliche Konzept der Landesregierung zur schulischen Inklusion ist reine Augenwischerei. Ministerin Yvonne Gebauer hat in ihren Eckpunkten die Gymnasien aus der gemeinsamen Verantwortung heraus genommen. Dadurch und durch die Stärkung der Förderschulen schränkt sie am Ende das Recht der Eltern, für ihre Kinder die Schule ihrer Wahl zu finden, ein. Denn viele Eltern werden am Ende keine Wahl, wenn sie vor Ort zwar die Möglichkeit einer Förderschule haben, aber die verfehlte Inklusionspolitik der Mitte-Rechts Regierung am Ende dazu führt, dass es immer weniger Angebote des gemeinsamen Lernens gibt.

 

Die Landesregierung rühmt sich zwar mit der Schaffung weiterer Stellen im Bereich der Inklusion, aber besetzen kann sie diese Stellen nicht, denn die dafür ausgebildeten Menschen fehlen. Dem Mangel tritt die Landesregierung aber in keiner Weise entgegen. De facto bedeutet diese Politik mehr Ausgrenzung und weniger Inklusion.“

 

 

12. Juli 2018

Eva-Maria Voigt-Küppers als Schirmherrin beim BSG-Alsdorf

Eva-Maria Voigt-Küppers hat am vergangenen Wochenende (07.10.2017) die Schirmherrschaft für das Einladungsturnier der BSG-Alsdorf 1959 e.V. übernommen. Der BSG-Alsdorf 1959 e.V. ist ein inklusiver Sportverein, d.h. es nehmen sowohl Menschen mit als auch ohne Handicap am Training teil.

 

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11. Oktober 2017

„Regierungsmehrheit verweigert Eltern das Wahlrecht“

Zur Plenardebatte über die schulische Inklusion erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

„Regierungsmehrheit verweigert Eltern das Wahlrecht“„Heute hat Schwarz-Gelb den Eltern von Kindern mit Behinderung das Wahlrecht bezüglich des Förderorts abgesprochen. Einen entsprechenden Antrag der SPD lehnten CDU und FDP geschlossen ab. Mit dem Instrument der Einzelabstimmung haben wir eine goldene Brücke gebaut und die Möglichkeit eingeräumt, wenigstens einzelnen Punkten zuzustimmen. Davon wurde aber kein Gebrauch gemacht.

 

So sprachen die regierungstragenden Fraktionen nicht nur den Eltern das Wahlrecht ab. Sie verneinten auch den Rechtsanspruch auf inklusive Beschulung und klare Definitionen für den Erhalt von Förderschulen und die Sicherung des allgemein bildenden Regelschulsystems.

 

Gemeinsam mit der Gewerkschaft GEW und dem VBE sind wir der Meinung, dass wir einen Masterplan für die Förderschulen brauchen. Vor allem müssen auch diejenigen Regelschulen, die schon heute erfolgreich inklusiv arbeiten, eine Garantie bekommen, dass die personelle Ausstattung erhalten bleibt. Auch hierzu wollen sich CDU und FDP nicht festlegen.

 

Für die SPD-Fraktion ist klar: Inklusion ist keine Ideologie, sondern ein Menschenrecht. Wir streiten nicht ab, dass es bei der Inklusion Probleme gab und gibt, aber umso mehr kommt es nun darauf an, beide Fördersysteme optimal zu unterstützen. Dabei muss auch auf regionale Besonderheiten geachtet werden.“

12. Juli 2017

„Eine klare Verbesserung für die schulische Inklusion“

Zur Entscheidung des Bundesrates zur Änderung des Bundesteilhabegesetzes, den Einsatz von Integrationshelferinnen und -helfern für alle schulischen Angebote zu ermöglichen und für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf zu bündeln, erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

_MG_4536„Mit seiner Entscheidung hat der Bundesrat für eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für die schulische Inklusion gesorgt. Bereits im Entschließungsantrag zum 9. Schulrechtsänderungsgesetz haben wir darauf hingewiesen, dass in der Praxis vielerorts die aus individuellen Rechtsansprüchen resultierenden Integrationsassistenzen zu praxistauglichen ‘Poollösungen‘ gebündelt wurden.
Um dies für alle Schulen zum Regelfall zu machen, haben wir gefordert, diese Erfahrungen landesweit zu übertragen. Mit der Gesetzesänderung sind unsere Forderungen aufgegriffen jetzt worden: Ab dem 1. Januar 2020 wird das ‚Poolen‘ auf rechtliche Grundlagen gestellt.

Die Entscheidung wird den inklusiven Unterricht an der Regelschule nachhaltig verbessern. Indem die Integrationshelferinnen und -helfer flexibler auch anderen Schülerinnen und Schülern unterstützend zu Seite stehen können, ist eine bessere Steuerung der sonderpädagogischen Maßnahmen möglich.
Das wird sich besonders im Ganztag bezahlt machen, wo erstmalig der Einsatz von Integrationsassistenzen ausdrücklich gestattet wird. Nun gilt es im nächsten Schritt in die Qualität zu investieren, indem man die Qualifizierung für Integrationshelferinnen und -helfer verbessert und Mindeststandards festlegt.“

Die Aussprache zum Bundesteilhabegesetz in der Bundesratssitzung lässt sich hier nachverfolgen.

16. Dezember 2016

Das Land richtet zusätzliche 300 Stellen für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen ein

In der heutigen Debatte zur schulischen Inklusion ging es um die Bedingungen für eine erfolgreiche schulische Inklusion. Dazu erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der nordrhein-westfälischen SPD-Landtagsfraktion:

„Das Land hat Maßnahmen ergriffen, um Inklusion in den Schulen weiter erfolgreich umzusetzen. Im neuen Lehrerausbildungsgesetz sind Inklusionsmodule im Studium verpflichtend für alle angehenden Lehrkräfte verankert. Mit dem zweiten Nachtragshaushalt hat die Landesregierung außerdem heute 300 Stellen in den Landtag eingebracht, um weitere Sonderpädagoginnen und -pädagogen in den Schuldienst einzustellen.
Beim Thema Inklusion überwiegen leider häufig noch viele Vorurteile. Wir kämpfen dafür, mit guten Argumenten der Skepsis gegenüber dem gemeinsamen Lernen aller Schülerinnen und Schüler entgegenzutreten. Denn Fakt ist: Alle Studien zum Lernerfolg zeigen, dass die Mehrheit behinderter Kinder, die eine Regelschule besuchen, große Fortschritte machen.“

09. Juni 2016