Thema: Kinder, Jugend und Familie

„Kein Kind zurücklassen“ – so lautet eine der wichtigsten Botschaften unserer Regierungszeit. Ich bin davon überzeugt, dass Bildung nicht erst in der Schule beginnt, sondern bereits in der Kindertagesstätte. Johannes Rau hat einmal gesagt, dass Bildung und Wissen die einzigen Rohstoffe sind, die Deutschland hat.
Mit der Beitragsfreiheit für das letzte Kindergartenjahr haben wir einen ersten Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit getan. Mit und mit wollen wir, dass die Kita vollständig beitragsfrei ist. Der Zugang zu Bildung ist eine zentrale Aufgabe des Sozialstaats. Bildungsangebote eines Kindes dürfen nicht davon abhängen, wie viel Geld die Eltern verdienen oder in welcher Stadt sie leben.

„NRW ist ein starkes und gerechtes Land“

Der Westdeutsche Rundfunk hat eine Umfrage veröffentlicht, nach der eine klare Mehrheit der Bevölkerung findet, dass es in Nordrhein-Westfalen insgesamt gerecht zugeht. Dazu erklärt Norbert Römer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

„NRW ist ein starkes und gerechtes Land“„Diese Umfrage ist ein starker Beleg für das positive Lebensgefühl in unserem Land. NRW ist stark und gerecht! Das empfinden 58 Prozent der Menschen so, die hier leben. Bundesweit meinen 50 Prozent der Befragten, dass es in Deutschland gerecht zugeht. Die SPD-geführte Landesregierung hat mit ihrer Politik in den vergangenen Jahren ihren Beitrag dazu geleistet, dass die Bürgerinnen und Bürger gerne hier leben. Beispielsweise seien genannt:

  • Wir haben im Jahr 2011 die Gebühr für das letzte Kindergartenjahr abgeschafft. Das Land übernimmt seitdem die Gebühren für die Eltern. Diese Maßnahme hat Eltern mehr entlastet als jede Kindergelderhöhung, insbesondere diejenigen mit niedrigen und mittleren Einkommen. Den Kommunen wird der entgangene Beitrag in Form eines Belastungsausgleichs, der sich seitdem auf rund 900 Millionen Euro aufsummiert hat, erstattet. Mit diesem Geld können Kommunen die Qualität in den Einrichtungen erhöhen, ihrerseits weitere Gebührenentlastungen vornehmen oder andere familienfreundliche Maßnahmen einleiten.
  • Wir behandeln Ungleiches ungleich: Kitas mit Kindern, die sozial unter schwierigeren Bedingungen aufwachsen, erhalten deutlich mehr Mittel. Mit den „pluKitas“ hat NRW so den Sozialindex in der frühkindlichen Bildung verankert, der im Landeshaushalt 2017 mit 45 Millionen Euro veranschlagt ist. Hinzu kommen 25 Millionen Euro, die zielgerichtet für die Sprachförderung veranschlagt werden. Darüber hinaus ist das Land dazu übergegangen, Familienzentren vor allem in sozial benachteiligten Quartieren auszubauen und dann auch besser zu fördern. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von Hilfs-, Beratungs- und Betreuungsstrukturen. Damit landet das Geld da, wo es am meisten gebraucht wird.
  • Wir haben die Förderung des mietpreisgebundenen Wohnraums durch Aufstockung der Fördermittel von 800 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro jährlich weiter gestärkt. Mit der Erhöhung des Wohngeldes, das das Land zu 50 Prozent mitfinanziert, haben wir 70 Millionen Euro  zusätzlich pro Jahr bereitgestellt, um Menschen mit geringem Einkommen den Wohnraum bezahlbar zu erhalten. Das hilft 218.000 Haushalten in NRW. Maßnahmen gegen ungerechtfertigte Mietpreiserhöhungen und für die Durchsetzung von Mindeststandards für Wohnraum kommen hinzu.
  • Wir werden Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren. Deswegen schaffen wir einen Sozialen Arbeitsmarkt. Menschen, die lange Zeit ohne Arbeit sind, geben wir mit unserem Sozialen Arbeitsmarkt die Würde der Arbeit zurück. Wir bekämpfen Armut und Perspektivlosigkeit gleichermaßen und schaffen zugleich mehr soziale Gerechtigkeit. In einem ersten Schritt werden wir die Zahl der Plätze im Sozialen Arbeitsmarkt auf 10.000 aufstocken. Die Arbeitsplätze sollen auf Dauer angelegt sein, ohne zeitliche Befristung. Der Verdienst erfolgt auf Basis einer tariflichen Entlohnung, mindestens jedoch zum gesetzlichen Mindestlohn. Bis 2018 stellen wir 43 Millionen Euro an Landesmitteln für den Sozialen Arbeitsmarkt zur Verfügung.               
  • Wir wollen in den kommenden Jahren die Qualität in den Kitas erhöhen, die Familien weiter von Gebühren entlasten, so viele Polizeianwärter ausbilden wie nie zuvor, den Sozialen Arbeitsmarkt weiter ausbauen, den Wirkungsbereich des Mindestlohns ausweiten und den Unterrichtsausfall in den Schulen konsequent bekämpfen.

 

Die Umfrage belegt aber auch: Die Menschen empfinden die Verteilung von Vermögen als ungerecht. Wir werden uns auf Bundesebene gemeinsam mit Martin Schulz dafür einsetzen, dass es künftig in Deutschland auch hier gerechter zugeht.“

26. April 2017

Tatkraft-Tag in der Regenbogenschule

Im Zeichen der Aktion „Tatkraft“ besuchte Eva-Maria Voigt-Küppers in dieser Woche die Herzogenrather Regenbogenschule. Die Innenstadt-Grundschule hat bereits seit vielen Jahren Erfahrungen mit dem Offenen Ganztag, der in Trägerschaft des Vereins Betreute Schulen Aachen-Land liegt.

 

Tatkraft-Tag in der RegenbogenschuleZu Beginn ihres Tatkraft-Tags hospitierte Voigt-Küppers bei der Jahrgangsstufe drei, die sich gerade mit den Wikingern befasste. Eigenverantwortlich erarbeiteten Schülerinnen und Schüler hier die das Leben in einem Wikingerdorf und lernten mithilfe eines Globus etwas über Lebensraum.

Gemeinsam mit einer ersten Klasse ging die Abgeordnete in die Pause und zum Mittagessen, das für die rund 70 Kinder der OGS in mehreren Schichten stattfindet. Die Erholungs- und Pausenzeiten finden ganz bewusst in anderen Räumlichkeiten statt, um Lern- von Lebensräumen abzugrenzen. Eine Runde Halli Galli und eine Partie Uno im Aufenthaltsraum sorgten anschließend für Entspannung.

 

Der Mittagspause folgte eine Dreiviertelstunde Hausaufgabenbetreuung, die wiederum in den Klassenräumen stattfindet: Die Schülerinnen und Schüler der ersten Klasse machen gerade ihre ersten Gehversuche mit der Schreibschrift und sollten einen Text abschreiben. Wer fertig war, durfte schon auf den Pausenhof.

Tatkraft-Tag in der RegenbogenschuleAb 15 Uhr finden in der Regenbogenschule die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften statt, die Angebote wechseln täglich. Montags sind die Fußball-AG, ein Kinderchor und die Lego-Technik-AG im Angebot. Die Kinder, die an keiner AG teilnehmen möchten, sind im freien Spiel: Sie können lesen, basteln, mit Spielsachen spielen oder auf dem Pausenhof herumtoben.

Ein Beispiel, wie die OGS an solchen Stellen auch Lerninhalte sinnvoll aufgreifen kann: Im Anschluss an die Verkehrserziehung im Unterricht wurde ein Projekt durchgeführt: In der OGS-Zeit erarbeiteten Schülerinnen und Schüler einen Verkehrsparcours für das Außengelände. An einem Samstag bauten sie mit ihren Eltern dann passende Verkehrsschilder. Dieses Projekt wurde gefördert durch die AWO Rheinlandstiftung. Es läuft derzeit eine Anfrage beim technischen Dezernat der Stadt Herzogenrath, um den Parcours mit Hilfe der Kommune auf den Schulhof zu bringen.

 

Tatkraft-Tag in der RegenbogenschuleZum Abschluss des Tages gab es ein gemeinsames Gespräch mit den Leitungsteams von OGS und Grundschule. Die Zusammenarbeit beider Einrichtungen funktioniert sehr gut, klar ist aber auch, dass die Rechtsgrundlage der OGS dringend überholt werden muss. Denn bislang findet die OGS keine Erwähnung im Schulgesetz, sondern ist per ministeriellem Erlass geregelt. Voigt-Küppers sagte, dass eine Lösung dieses Problems klare Aufgabe des Landtags in der nächsten Legislaturperiode sei.

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer darin, dass die OGS ein wichtiges Instrument einer zeitgemäßen Bildungspolitik ist. Sie sorge nicht nur für eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern schaffe große Bildungschancen für Kinder.

Eva-Maria Voigt-Küppers zog abschließend ein positives Fazit von ihrer Tatkraftaktion: „Mich hat der heutige Tag sehr beeindruckt. Zu jeder Zeit steht hier das Kind im Mittelpunkt der Arbeit. Die OGS Regenbogenschule ist innovativ, sie hat gute AGs und einen klar strukturierten Ablauf. Aus meiner eigenen Erfahrung als Erzieherin weiß ich, wie wichtig das für die Schülerinnen und Schüler ist“, sagte Voigt-Küppers.

22. März 2017

Kita-Zahlen belegen, dass die rot-grüne Koalition alles richtig gemacht hat

Kita-Zahlen belegen, dass die rot-grüne Koalition alles richtig gemacht hatZu den heute von Familienministerin Christina Kampmann (SPD) vorgestellten Zahlen zum Ausbau der Plätze in den Tageseinrichtungen für Kinder erklärt Britta Altenkamp, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von NRW:

„Diese Zahlen zeigen, dass die rot-grüne Koalition alles richtig gemacht hat. Die Landesregierung hat eine Menge Geld in die Hand genommen, um den Ausbau – vor allem für Kinder unter drei Jahren – mit Hochdruck voranzutreiben.

Seit 2010 haben wir die Plätze in der Tagespflege von rund 20.000 auf rund 52.000 für das kommende Kindergartenjahr erhöht. In den Kitas konnten wir die Plätze im gleichen Zeitraum von rund 68.000 auf nunmehr rund 127.000 Plätze steigern. Insgesamt bedeutet das mehr als eine Verdoppelung der Plätze für Kinder unter drei Jahren. Gemeinsam mit den Kommunen und Trägern, unterstützt durch Erzieherinnen und Eltern, haben wir gewaltige Anstrengungen unternommen.

Doch das ist nicht alles: Gleichzeitig steigen die Platzzahlen für Kinder über drei Jahren. Das zeigt, dass wir im gesamten Rechtsanspruchsbereich liefern, was die Eltern brauchen. Jeder, der einen Kitaplatz benötigt, hat einen bekommen und das wird auch zukünftig so bleiben. Denn die Zahlen belegen vor allem, dass der Elementarbereich als wichtigstes Glied der Bildungskette auch zukünftig wachsen wird.

 

Kita-Zahlen belegen, dass die rot-grüne Koalition alles richtig gemacht hatEva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretendes Mitglied im zuständigen Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend, ergänzt: „Erfreulich ist auch, dass unsere Brückenprojekte so erfolgreich sind. Diese bieten Betreuungsangebote, die Kinder aus Flüchtlingsfamilien an unsere institutionalisierte Form der Kindertagesbetreuung heranführen. Dies soll Vertrauen bei den Eltern schaffen, und Kinder können in dieser Zeit gezielt und nach ihren spezifischen Bedürfnissen gefördert werden. Beispiele hierfür sind pädagogisch begleitete Spielgruppen oder Eltern-Kind-Gruppen.

Wir freuen uns darüber, dass diese Angebote so gut ankommen und unsere Haushaltsmittel – allein im Haushaltsjahr 33 Millionen Euro – so gut angelegt sind.“

20. März 2017

Kommissionsbericht liefert gute Grundlage für eine zukunftsfähige Politik für Familien

Heute wurde der Abschlussbericht der Enquetekommission zur „Zukunft der Familienpolitik in NRW“ vorgestellt. Hierzu erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers:

SPD03 064 Kopie„Das Land NRW ist gefordert, seine Vorreiterrolle auf dem Weg für eine familiengerechte Gesellschaft zu verstetigen.
Hierzu gehört der gebührenfreie Ausbau unserer Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, um Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso zu unterstützen, wie die beste Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen.
Dazu gehört aber auch, im Rahmen eines Modellprojekts für Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf den flächendeckenden Ausbau haushaltsnaher Dienstleistungen zur zeitlichen Entlastung von Familien zu testen. Auch als Arbeitgeber kann das Land bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Vorbild vorangehen und sollte Konzepte für flexible Familienarbeitszeitmodelle für den Öffentlichen Dienst in NRW entwickeln.“

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24. Januar 2017

Von der Betreuung zur Bildung: Vergangenheit und Zukunft der Kitalandschaft

Rund 40 interessierte Erzieherinnen und Elternvertreter konnte der SPD-Ortsverein Würselen-Mitte am vergangenen Montag zum Kita-Talk im Würselener Euregio-Kolleg begrüßen. Die weiteste Anreise hatte aber der kinder- und jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Jörg, der aus Hagen angereist war und über weitere Entwicklungen im Bereich des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) referierte. Die gute Nachricht: Auch wenn bis zur Landtagswahl im Mai 2017 keine große Novelle des KiBiz mehr vorgenommen wird, gibt es eine Übergangsfinanzierung, die die Träger im ersten Schritt entlastet. Außerdem stellte Jörg in Aussicht, dass nach der Landtagswahl eine auskömmliche Finanzierung und finanzielle Entlastung von Familien zur Bedingung eines neuen Gesetzes gemacht wird.

Von der Betreuung zur Bildung: Vergangenheit und Zukunft der Kitalandschaft

Auf dem Podium: Die Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers und Wolfgang Jörg mit Stephanie Küppers vom SPD-Ortsverein Würselen-Mitte

Mitgastgeberin war die örtliche Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers, die zugleich Sprecherin im Würselener Jugendhilfeausschuss ist. Sie betonte, dass die Kita-Landschaft in Würselen mit einem jüngst im Ausschuss verabschiedeten Ausbauplan gut aufgestellt sei: „Wichtig ist aber dennoch, dass neben dem Bau von neuen Plätzen auch die bestehenden Kindertagesstätten mit Sanierungen berücksichtigt werden“, so Voigt-Küppers.
Einen echten Einblick in den Berufsalltag der Erzieherinnen lieferten Melanie Carduck, Fachdienstleiter der DRK Kindertagesstätten und Renate Rütters, Leiterin des Familienzentrums „Lebensspielraum“. Sie berichteten sehr anschaulich, mit viel Herz und einigen lebendigen Beispielen aus ihrem Arbeitsleben. Deutlich wurde, dass sich das Berufsbild der Erzieherin in den vergangenen Jahrzehnten sehr deutlich gewandelt hat – die Ansprüche und Betreuungszeiten sind gewachsen. Gleich geblieben ist aber auch nach einigen Jahren das Engagement der Kita-Leiterinnen, das war deutlich zu spüren.

01. Dezember 2016