Thema: Schule und Bildung

Seit mehr als 40 Jahren ist Bildung mein Herzensthema. Denn Teilhabe und Selbstbestimmung in unserem Leben wird dadurch bestimmt, welche Bildung wir erfahren.

2012 wurde ich in den Vorstand der SPD-Fraktion gewählt und habe im Bereich Schule und Weiterbildung seitdem meinen Arbeitsschwerpunkt. Im zuständigen Ausschuss beraten wir aktuelle Themen der Bildungspolitik, wir führen Expertenanhörungen durch und bereiten Gesetze vor. Als Bildungspolitikerin besuche ich Schulen in ganz NRW, tausche mich regelmäßig mit Eltern, Lehrern und Schülern aus und stecke meine ganze Kraft in dieses Thema.

“Die Reform der Besoldung von Grundschullehrerinnen und -lehrern ist überfällig”

Eva-Maria Voigt-Küppers/Jochen Ott: “Die Reform der Besoldung von Grundschullehrerinnen und -lehrern ist überfällig”

 

 

Mit der Reform der Lehrerausbildung muss auch eine Reform der Besoldung einhergehen – das ist für die SPD-Landtagsfraktion in NRW ein logischer Zusammenhang. Einen entsprechenden Gesetzentwurf, der die Voraussetzungen dafür schafft, hat die Fraktion nun auf den Weg gebracht. Dazu erklären Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW und der schulpolitische Sprecher Jochen Ott:

 

„Mit dem 2009 in Kraft getretenen neuen Lehrerausbildungsgesetz durchlaufen alle Lehramtsanwärter die gleiche und gleich lange universitäre Ausbildung. Dies ist für uns Ausgangspunkt für unsere Forderung nach einer gleichen Besoldung für alle Lehrkräfte – unabhängig von der Schulform.

 

Die ausstehende Reform der Besoldung hat zu einer Unwucht bei der Berufswahl der angehenden Lehrerinnen und Lehrer geführt. Die Mehrzahl strebt eine Anstellung in der höchst besoldeten Schulform, nämlich mit A 13, an. Dieses Besoldungsverfahren unterstützt aber einen schulspezifischen Lehrermangel in den Schulformen der Grund-, Haupt- und Realschule.  Eine gleichmäßige Versorgung von Lehrkräften über alle Schulformen hinweg wird nur über eine gleiche Besoldung gesteuert werden können.

 

Bundesländer wie Brandenburg und Berlin haben das erkannt und gehen diesen Schritt. Hier wird die Besoldung der Grundschullehrer ab 2019 auf A 13 angehoben, um dem Lehrermangeln entgegenzuwirken.

 

Es ist an der Zeit, dass auch NRW die Anhebung der Lehrerbesoldung umsetzt. Das ist fair, gerecht, belohnt die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer und stärkt die Qualität des Unterrichts.“

04. Oktober 2018

„Gute OGS darf keine Glückssache sein“ – Besuch der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers in der GGS Klinkheide

Die Träger der freien Wohlfahrtspflege sind mit ihrer Kampagne „Gute OGS darf keine Glückssache sein“ in einen zweiten Durchgang gestartet. Bereits im Frühjahr und Sommer 2017 hatte es eine große Kampagne gegeben, die in einer Demonstration vor dem Landtag mit mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihren Höhepunkt gefunden hatte.

Um die Offenen Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen zu kurzfristig retten, fordern die Träger von der Landesregierung kurzfristig ein Rettungspaket. Gleichzeitig pochen sie aber weiterhin darauf, dass der Offene Ganztag auch struktureller Änderungen bedarf.

 

„Gute OGS darf keine Glückssache sein“ – Besuch der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers in der GGS Klinkheide

Auf dem Bild (v.l.): Daniela Bösche (kommissarische Schulleiterin der GGS Klinkheide), Eva-Maria Voigt-Küppers (Landtagsabgeordnete), Simone Siemons (OGS-Fachberaterin Haus St. Josef), Bernd Lehrheuer (Gebäudemanagement Stadt Herzogenrath), Martina Richardy-Hütten (OGS-Koordinatorin), Dagmar Hardt-Zumdick (Caritasverband für das Bistum Aachen), Elke Godel-Jansen (Schulamt Herzogenrath).

Die Landtagsabgeordnete und Schulpolitikerin Eva-Maria Voigt-Küppers hat sich in dieser Woche an der Gemeinschaftsgrundschule Klinkheide in Herzogenrath-Kohlscheid erneut ein Bild vor Ort gemacht.

Die OGS befindet sich in Trägerschaft der Haus St. Josef gGmbH. An der zweizügigen Grundschule besuchen mehr als 90 Kinder den Offenen Ganztag. Das Angebot werde hierbei so gut angenommen, dass Räumlichkeiten und Personalkapazitäten nicht mehr ausreichen, berichtete die OGS-Fachberaterin Simone Siemons. Mit der Herzogenrather Stadtverwaltung befindet man sich momentan in der Abstimmung um einen Erweiterungsbau für den Ganztag.

 

„Die freien Wohlfahrtsverbände fordern klare Regelungen für die OGS. Wir brauchen einheitliche Standards für Räume, Personal und finanzielle Ausstattung“, sagte Dagmar Hardt-Zumdick vom Caritasverband für das Bistum Aachen. Seit 15 Jahren gibt es in NRW die OGS, aber rechtlich ist sie nach wie vor ein Provisorium. Der Offene Ganztag hat keinen Gesetzesrang, sondern ist landesseitig über Erlasse geregelt.

Man habe sich in der Vergangenheit an Vieles nicht herangetraut, gestand die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers ein. Der Blick sei aber nach vorn zu richten: „Es muss eine ordentliche Lösung her, die mit allen Beteiligten abgestimmt ist. Wir haben von der Landesregierung bereits im März einen OGS-Gipfel gefordert, denn niemand hat Verständnis, dass jeder immer auf den anderen zeigt. Alle müssen an einen Tisch.“ Der Antrag auf einen solchen Gipfel sei aber von der Mehrheit des Landtags abgelehnt worden. Derzeit führe die SPD-Landtagsfraktion Gespräche im ganzen Land und erarbeite ein grundständig neues OGS-Modell.

 

An Ideen für eine Weiterentwicklung des Ganztags mangelt es nicht: Etwa in der Zusammenarbeit von Schule und OGS. Das OGS-Personal auch im Vormittagsbereich einzusetzen, sei eine Bereicherung für den Unterricht und ermögliche den OGS-Trägern zudem, endlich Vollzeitstellen anzubieten, waren sich alle Teilnehmerinnen des Gesprächs einig.

 

 

Die Kampagne „Gute OGS darf keine Glückssache sein“ wird flankiert von einer Onlinepetition an den Landtag:

https://www.openpetition.de/petition/online/wir-fordern-ein-rettungspaket-fuer-den-offenen-ganztag

28. September 2018

Eva-Maria Voigt-Küppers: „Wenig Neues von der Ministerin zum Schuljahresauftakt“

Zur heutigen Pressekonferenz der Schulministerin Yvonne Gebauer erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

Eva-Maria Voigt-Küppers: „Wenig Neues von der Ministerin zum Schuljahresauftakt“„Viel Neues hatte Ministerin Gebauer heute nicht zu berichten. Und was sie berichtete, ist vielmehr Ausdruck ihrer Hilflosigkeit und der Unwirksamkeit ihrer Maßnahmen. Ganze 153 Lehrerinnen und Lehrer mit Lehramt Gymnasien/Gesamtschulen konnten bisher für den Dienst in Grundschulen gewonnen werden. Auch die pompös aufgelegte Lehrer-Kampagne liefert leider nur Sprüche, die vielleicht anecken, aber leider keine Wirkung zeigen. Wieder einmal drückt sich die Landesregierung um die wichtigen Themen der Berufsgruppe herum: die gerechte Besoldung der Lehrkräfte und eine ordentliche und zeitgemäße Ausstattung. Die Idee, nun verstärkt pensionierte Lehrkräfte in den Schuldienst zurückzuholen, wirkt hier nur wie eine weitere Verzweiflungstat.

 

Es bleibt dabei: Von weltbester Bildung ist NRW Welten entfernt. Und daran wird sich mit dieser Regierung und mit dieser Ministerin auch nichts ändern.“

24. August 2018

Inklusion: Landesregierung betreibt Ausgrenzung statt Inklusion

Der Landtag hat sich heute in einer Aktuellen Stunde mit dem Thema Inklusion auseinandergesetzt. Dazu erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

Inklusion: Landesregierung betreibt Ausgrenzung statt Inklusion„Das vermeintliche Konzept der Landesregierung zur schulischen Inklusion ist reine Augenwischerei. Ministerin Yvonne Gebauer hat in ihren Eckpunkten die Gymnasien aus der gemeinsamen Verantwortung heraus genommen. Dadurch und durch die Stärkung der Förderschulen schränkt sie am Ende das Recht der Eltern, für ihre Kinder die Schule ihrer Wahl zu finden, ein. Denn viele Eltern werden am Ende keine Wahl, wenn sie vor Ort zwar die Möglichkeit einer Förderschule haben, aber die verfehlte Inklusionspolitik der Mitte-Rechts Regierung am Ende dazu führt, dass es immer weniger Angebote des gemeinsamen Lernens gibt.

 

Die Landesregierung rühmt sich zwar mit der Schaffung weiterer Stellen im Bereich der Inklusion, aber besetzen kann sie diese Stellen nicht, denn die dafür ausgebildeten Menschen fehlen. Dem Mangel tritt die Landesregierung aber in keiner Weise entgegen. De facto bedeutet diese Politik mehr Ausgrenzung und weniger Inklusion.“

 

 

12. Juli 2018

Josef Neumann: „Kommunen und Beschäftigte brauchen Planungssicherheit bei der Schulsozialarbeit!“

Am kommenden Freitag (15.06.2018) debattiert der nordrhein-westfälische Landtag einen Antrag der SPD-Landtagsfraktion zum Thema Schulsozialarbeit. Dazu erklärt Josef Neumann, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

Josef Neumann: „Kommunen und Beschäftigte brauchen Planungssicherheit bei der Schulsozialarbeit!“„Erst nach langem Zögern und auch auf Druck der SPD Landtagsfraktion hat sich die Mitte-Rechts-Landesregierung dazu verpflichtet, die Schulsozialarbeit bis zum Jahr 2020 mit jährlich rund 48 Millionen Euro weiter zu fördern. Seit Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes für das Jahr 2018 hat es die Landesregierung aber versäumt, Klarheit zu schaffen, wie die Gelder für eine Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit abgerufen werden können. Aus verschiedenen Kommunen wird bereits berichtet, dass sich die Träger nicht in der Lage sehen, die Beschäftigungsverhältnisse mit Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern über den Sommer 2018 hinaus zu verlängern.

 

Der Grund dafür liegt darin, dass es offenbar bislang von Seiten des Ministeriums bzw. der Bezirksregierungen gegenüber den Kommunen noch keine offiziellen Förderhinweise gibt. Die Kommunen, die Träger der Schulsozialarbeit und die Beschäftigten benötigen aber dringend Planungssicherheit, um bereits jetzt die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen. Ansonsten droht das schlimme Szenario, dass hunderte von Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeitern die Schulen verlassen und andere Jobs annehmen.

 

Die Landesregierung muss daher zwingend und sofort dafür sorgen, dass die Fördermodalitäten der Schulsozialarbeit endlich geklärt werden, damit die Schulen nicht im Chaos versinken. Die SPD-Landtagsfraktion hat vor dem Hintergrund der Bedeutung des Themas einen Antrag für die anstehende Plenarsitzung des nordrhein-westfälischen Landtags gestellt.“

11. Juni 2018