Thema: Schule und Bildung

Seit mehr als 40 Jahren ist Bildung mein Herzensthema. Denn Teilhabe und Selbstbestimmung in unserem Leben wird dadurch bestimmt, welche Bildung wir erfahren.

2012 wurde ich in den Vorstand der SPD-Fraktion gewählt und habe im Bereich Schule und Weiterbildung seitdem meinen Arbeitsschwerpunkt. Im zuständigen Ausschuss beraten wir aktuelle Themen der Bildungspolitik, wir führen Expertenanhörungen durch und bereiten Gesetze vor. Als Bildungspolitikerin besuche ich Schulen in ganz NRW, tausche mich regelmäßig mit Eltern, Lehrern und Schülern aus und stecke meine ganze Kraft in dieses Thema.

Elisabeth Müller-Witt: „Politische Bildung braucht an allen Orten Unterstützung“

Auf Antrag der SPD-Fraktion fand heute eine Anhörung zum Thema Politische Bildung im Hauptausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags statt. Dazu erklärt Elisabeth Müller-Witt, Sprecherin der SPD-Fraktion im Hauptausschuss:

 

„Die Anhörung hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig politische Bildung ist. Politische Bildung darf dabei nicht nur Teil des Schulunterrichts sein, sie muss noch stärker dort erfolgen, wo Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene unterwegs sind. Wir müssen deshalb unsere Bildungswerke, Träger der Jugend- und Erwachsenenbildung in die Lage versetzen, sozialraumorientierter zu arbeiten.

Gesellschaftliche Ungleichheit und geringe politische Partizipation sind eng miteinander verbunden. Auch deshalb muss die politische Bildung offener für neue Informations- und Gesprächsformate werden.

 

Wir fühlen uns durch die Expertenanhörung in unserem Anliegen bestätigt, dass die Landeszentrale für politische Bildung hierzu einen unverzichtbaren Beitrag leistet und weiter gestärkt werden muss. Darüber wollen wir mit den anderen Fraktionen des Landtags in ein Gespräch treten.“

15. März 2018

Eva-Maria Voigt-Küppers/ Jochen Ott: „Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erfordert einen Gipfel aller Beteiligten“

Die SPD-Landtagsfraktion fordert die schwarz-gelbe Regierungskoalition und die Landesregierung auf, einen Gipfel zum Thema Ganztagsschulen einzuberufen. Dazu erklären Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, und Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher:

 

Eva-Maria Voigt-Küppers/ Jochen Ott:  „Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erfordert einen Gipfel aller Beteiligten“

Jochen Ott und Eva-Maria Voigt-Küppers im Pressegespräch

Jochen Ott: „Wir halten einen solchen Gipfel für absolut notwendig, denn der Koalitionsvertrag zwischen SPD und der Union im Bund beinhaltet, dass ein Rechtsanspruch auf einen Platz an einer Ganztagsschule im Grundschulbereich bis 2025 gewährleistet sein muss. Das ist angesichts der noch zu klärenden Fragen eine große Aufgabe, die gemeinsam gelöst werden muss. Es geht dabei sowohl um Konzepte wie auch um die finanziellen und baulichen Fragen. Wir sind zur Mitarbeit bereit.“

 

 

Eva-Maria Voigt-Küppers: „Wir arbeiten bereits seit Beginn der Legislaturperiode an diesem Thema und werden noch im Frühjahr ein geschlossenes Konzept vorlegen. Die quantitativen Startbedingungen in NRW sind im Vergleich zu anderen Bundesländern gut, wir haben eine Versorgungsquote von 40 Prozent, was etwa 315.000 Plätzen entspricht. Uns geht es aber vor allem auch um den Ausbau der Qualität. Denn das ist ein wesentlicher Beitrag für mehr Chancengleichheit. Darum muss es allen gehen, denen an einer guten Bildung unserer Kinder gelegen ist.“

 

 

08. März 2018

„Es ist kurz vor Zwölf! Lehrermangel an Grundschulen erzwingt ein Sofortprogramm“

Zur heute erschienenen Studie der Bertelsmann-Stiftung über den Lehrermangel an Grundschulen erklären Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW, und Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

 

„Es ist kurz vor Zwölf! Lehrermangel an Grundschulen erzwingt ein Sofortprogramm“Eva-Maria Voigt-Küppers: „Grundschullehrerinnen und -lehrer werden dringend benötigt. Die Attraktivität des zukünftigen Berufs ist dabei für die Berufswahl von jungen Leuten von besonderer Bedeutung. Ein erster Schritt dorthin ist aus Sicht der SPD-Fraktion die Angleichung der Einstiegsbesoldung aller Lehrämter auf A13.

Damit treten wir der nicht haltbaren Ungerechtigkeit in der Bezahlung entgegen und lassen den Lehrerinnen und Lehrern die Wertschätzung zuteilwerden, die sie verdienen. Die SPD-Fraktion wird im Februar-Plenum einen Gesetzentwurf zur Besoldungsanpassung vorlegen. Ich appelliere, angesichts der erschreckenden Zahlen der Bertelsmann-Studie zum Lehrermangel an Grundschulen, an die Landesregierung diesem Gesetzentwurf zuzustimmen. Die Besoldung ist sicher nur ein Baustein im Kampf gegen den Lehrermangel an Grundschulen, aber ein gewichtiger.“

 

Jochen Ott: „Angesichts der 10-semestrigen Ausbildung von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern und der sich daran anschließenden zweiten Phase in der Praxis besteht heute schon höchster Zeit- und Handlungsdruck. Noch ist es kurz vor Zwölf, wenn nicht sofort gehandelt wird, brennt es lichterloh.

Die Mitte-Rechts-Koalition ist in der Pflicht, sofort mehr Studienplätze für das Lehramt Primarstufe zur Verfügung zu stellen. Das Hochschulfreiheitsgesetz darf nicht dazu führen, dass die erkennbare Misere verschärft wird. Für die Qualifizierung von Quereinsteiger/-innen braucht es dringend ein verbindliches Handlungskonzept.“

 

Die Studie der Bertelsmann-Stiftung ist hier einsehbar.

31. Januar 2018

„Ohne jeden Grund: Landesregierung gibt Produktionsschulen für Jugendliche auf“

 

Im November 2017 hat der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann angekündigt, die Arbeit von Produktionsschulen nicht weiter finanzieren zu wollen. Produktionsschulen unterstützen Jugendliche, die Probleme haben, in eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle vermittelt zu werden. In einer Kleinen Anfrage haben die Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers und Josef Neumann den Minister nach seinen Beweggründen und den Folgen des Finanzierungsstopps für Produktionsschulen gefragt. Die Antwort auf die Kleine Anfrage liegt nun vor.

Dazu erklären Eva-Maria Voigt Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW und Josef Neumann, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

 

„Ohne jeden Grund: Landesregierung gibt Produktionsschulen für Jugendliche auf“„Aus der Antwort auf unsere Kleine Anfrage geht eindeutig hervor, dass die Mitte-Rechts-Regierung ohne Grund ein gutes Projekt mit landesweit 2.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beenden will. Wörtlich führt Minister Laumann sogar aus, dass das Programm Produktionsschule ,nicht in engem Sinne evaluiert‘ worden sei. Die Landesregierung gibt also unumwunden zu, dass sie keine Notwendigkeit sieht, die Produktionsschule fundiert und objektiv bewerten zu lassen, bevor sie ihr ein Ende setzt. Das ist eine absolute Respektlosigkeit gegenüber den Trägern und ihren Beschäftigten, aber auch gegenüber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

 

Denkbar unkonkret ist auch die Antwort auf die Frage, welche Verbesserungen sie sich durch den Wechsel von der Produktionsschule zum Werkstattjahr verspricht: Sie erwarte zwar eine Verbesserung der Erfolgsquote, könne das aber nicht fundiert belegen. Geplant ist offensichtlich auch nicht, auf die bisherigen Produktionsschulträger zuzugehen und ihren Fortbestand im Rahmen des Folgeprogramms zu garantieren. Es wird lediglich ausgeführt, es stünde den Trägern offen, sich für das Werkstattjahr zu bewerben.

 

Zusammengefasst: Die Landesregierung hat die Produktionsschule nicht evaluiert, sie nennt keine Gründe für ihr Ende und sie hat kein Konzept für die Träger und ihre Beschäftigten. Das ist beschämend.“

 

Die Antwort der Landesregierung ist unter der Landtags-Drucksache 17/1786 erschienen und kann hier eingesehen werden.

24. Januar 2018

Veranstaltungshinweis: Zukunft des Ganztags – Wichtiger Baustein für gute Bildung

Ganztagsschulen haben sich in der Schullandschaft etabliert. Sowohl in der Frage der Bildungsgerechtigkeit, als auch bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten sie wichtige Arbeit. Sie bieten die Möglichkeit, jedes Kind optimal zu fördern, indem sie Perspektiven über den schulischen Lernstoff hinaus eröffnen – etwa in die Bereiche Sport und Kultur. Ein erfolgreiches Zusammenspiel von Schule und außerschulischen Partnern ist dabei von besonderer Wichtigkeit, denn nur so kann ein Mehrwert des Ganztags für alle Beteiligten erfolgen.

 

Veranstaltungshinweis: Zukunft des Ganztags - Wichtiger Baustein für gute BildungBislang fehlt ein einheitliches Verständnis darüber, was gute Ganztagsschulen ausmacht und welche
Rahmenbedingungen notwendig sind. Klar ist dabei aber, dass die Ansprüche an den Ganztag gewachsen sind: Fragen zu flexiblen Betreuungszeiten, finanzielle Ausstattung und Qualitätsstandards sind zu beantworten.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus-Jürgen Tillmann und Prof. Dr. Klaus Klemm, den Autoren der Studie „Mehr Schule wagen. Empfehlungen für einen guten Ganztag“ wollen wir in die Diskussion um ein Zukunftskonzept „Guter Ganztag“ einsteigen.

 

Hier geht es zur Anmeldung

05. Januar 2018