Thema: SPD

Kampagne gegen Armut vorgestellt

In Alsdorf haben der Kreisverband Aachen-Land der Arbeiterwohlfahrt und der SPD-Unterbezirk in der Städteregion eine gemeinsame Kampagne vorgestellt. Bis in das Jahr 2017 werden sich beide Verbände intensiv mit dem Thema Armut auseinandersetzen.

„Über Armut zu sprechen, ist ein großes Tabu in unserer Gesellschaft. Wen es nicht betrifft, der denkt am liebsten nicht drüber nach und wer selbst in Armut ist, schämt sich sehr oft dafür“, erklärte Martin Peters, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks, „wir haben uns ganz bewusst entschieden, den Finger in diese Wunde zu legen.“
Hans-Peter Göbbels, AWO-Kreisvorsitzender, ergänzte: „Solidarität ist unser Markenkern. Wir müssen wieder in den Vordergrund rücken, wofür wir uns seit bald hundert Jahren einsetzen.“

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Die Kampagne wird zwei Gruppen und deren Stellung in der Gesellschaft besonders in den Fokus nehmen: Zunächst geht es um Frauen in Armut.
„Wir wissen, dass Frauen ein viel höheres Armutsrisiko haben als Männer. Besonders gefährdet sind Alleinerziehende – zu 70 Prozent sind sie in Armut oder von Armut bedroht“, sagte die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers.

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14. Mai 2016

Politischer Aschermittwoch am Blausteinsee

Zu einem politischen Aschermittwoch der ruhigeren Töne hatten sich nach den Karnevalstagen mehr als 200 SPD-Mitglieder und Gäste in Eschweiler eingefunden. Der schwere Bahnunfall in Bayern hatte zur Absage zahlreicher Veranstaltungen an diesem traditionsreichen Termin gesorgt und dämpfte auch am Blausteinsee die Stimmung.

IMG_1902„Natürlich haben wir auch überlegt, ob es heute angemessen ist, in der üblichen Manier auf die politische Konkurrenz einzudreschen. Aber wir können es uns nicht leisten, solche Veranstaltungen ausfallen zu lassen“, kommentierte Eva-Maria Voigt-Küppers. „Die politische Situation in Deutschland ist angespannt, das Vertrauen ist an vielen Stellen erschüttert. Wir müssen uns die Zeit nehmen, auf Menschen zuzugehen und ihnen zu erklären, was wir tun. Das ist jetzt so wichtig wie schon lang nicht mehr! Und wir sind in der Lage, das nicht im Stil einer Bierzeltrede zu tun.“
Da passte es, dass der Hauptredner an diesem Tage, NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans, ohnehin nicht als Mann der lauten Töne bekannt ist. Dennoch sparte er nicht daran, die Opposition im Landtag zu kritisieren: „In Düsseldorf müssen wir jeden Tag erleben, wie alles Mögliche skandalisiert wird. Heute ist es aber wichtig, dass die demokratischen Parteien zusammenstehen. Gemeinsam müssen wir zeigen, dass Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Terror sind, in Deutschland willkommen sind.“ Es entspreche nicht seinem Verständnis einer demokratischen Debatte zu skandalisieren und zu pauschalisieren, so Walter-Borjans unter dem Beifall der 200 Gäste.

Detlef Loosz, Stefan Kämmerling MdL, NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans, Eva Voigt-Küppers MdL und Bürgermeister Rudi Bertram

Detlef Loosz, Stefan Kämmerling MdL, NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans, Eva Voigt-Küppers MdL und Bürgermeister Rudi Bertram

Offensiv sprach der Finanzminister das Thema Haushalt an: „Als wir im Sommer 2010 die Regierung übernommen haben, waren 9,4 Cent von jedem Euro kreditfinanziert. Jetzt sind es noch 3 Cent und spätestens 2020 werden wir ohne neue Schulden auskommen. Und dennoch sagt die Opposition, NRW habe die höchste Verschuldung. Das stimmt in absoluten Zahlen, aber NRW hat auch mit Abstand die meisten Einwohner – so viele wie die neuen Bundesländer zusammen.“
Und das Land sei schon seit Jahren so sparsam wie kein anderes: „Bei den Ausgaben des Landes pro Kopf kommt NRW auf den niedrigsten Wert: Nur rund 3.400 Euro geben wir pro Kopf und Jahr aus. Bei Sachsen-Anhalt an der Spitze der Flächenländer sind es über 1.000 Euro mehr.“ Und auch dafür bezahle man in NRW: „Ich muss die Summe an Schulden aufnehmen, die ich dann in den Osten überweise. Mehr als 25 Jahre nach der Wende kann es das nicht mehr sein!“, rief Walter-Borjans. Immerhin sei hier eine Entspannung in Sicht: Die Finanzminsiter der Länder hatten sich kürzlich auf eine strukturelle Neufassung des Länderfinanzausgleichs geeinigt.

„Politik ist leider kompliziert“, schloss Norbert Walter-Borjans. „Wer es ernst meint, hat keine einfachen Antworten parat.“
Dem stimmte auch Eva Voigt-Küppers in der Abmoderation des Hauptredners zu: „Norbert, du redest nie in Plattitüden. Dein Politikstil ist seriös und du machst dir nicht den schlanken Fuß, den wir leider immer wieder in der Politik erleben müssen.

Nach den Redebeiträgen bedankten sich der Hausherr Stefan Kämmerling und Detlef Loosz bei dem nordrhein-westfälischen Finanzminister und eröffneten damit den geselligen Teil des Abends. Aufgefahren wurden dazu Lachs und Schnitzel für die anwesenden Gäste.

Eine Auswahl an Fotos gibt es bei Flickr

12. Februar 2016

Neuwahlen beim Juso-Unterbezirk

Zur Mitgliederversammlung mit Neuwahlen hatte am zweiten Adventswochenende der Unterbezirk der Jungsozialisten eingeladen. Eva Voigt-Küppers, früher selbst Mitglied des Juso-Landesvorstands, nahm neben dem UB-Vorsitzenden Martin Peters und Geschäftsführer Stefan Mix als Gast an der Versammlung teil. Ebenfalls begrüßt wurden Juso-Vertreterinnen und -Vertreter aus Heinsberg, Düren und Euskirchen.

Gruppenbild vor dem Hans-Ferner-Haus: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Juso-Mitgliederversammlung

Gruppenbild vor dem Hans-Ferner-Haus: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Juso-Mitgliederversammlung

Nach einem kurzen Referat zur Landespolitik und anschließender Aussprache darüber ging es an die Neuwahlen des Vorstands. Die bisherige Vorsitzende, Sandra Niedermaier, hatte bereits im Vorfeld erklärt, für das Amt der Unterbezirksvorsitzenden nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Niedermaier ist seit vergangenem Jahr Mitglied im Alsdorfer Stadtrat und Sachkundige Bürgerin in der SPD-Fraktion im Städteregionstag und bekannte „der Tag hat nur 24 Stunden“.

Eva Voigt-Küppers und auch Martin Peters dankten der scheidenden Vorsitzenden ausdrücklich für ihr Engagement in den vergangenen Jahren. Sandra Niedermaier war in den Wahlkämpfen 2010, 2012 und 2013 jeweils die treibende Kraft bei der Mobilisierung der Jungen Teams, die die jeweiligen Kandidaten unterstützten. Voigt-Küppers lobte Niedermaier als „höchst zuverlässig, äußerst belastbar, kreativ und stets motiviert.“ Auch Martin Peters dankte Sandra Niedermaier. Sie habe gerade im letzten Jahr dem Juso-Unterbezirk wieder eine stärkere inhaltliche Prägung gegeben. Der Arbeitsparteitag der SPD im Sommer 2015 sei maßgeblich von den Jusos mitgestaltet worden.

Als Nachfolger wurde einstimmig Max Zitzen gewählt. Der 23-jährige Student der Volkswirtschaftslehre stammt aus Würselen und ist dort ebenfalls als Sachkundiger Bürger in die Fraktionsarbeit eingebunden. Zu seinen Stellvertretern wurden Ronja Missong aus Stolberg, Roland Pokall aus Alsdorf und Aaron Möller aus Eschweiler gewählt. Geschäftsführer bleibt Bennet Preuß aus Herzogenrath, unterstützt von Jannis Westhoff aus Baesweiler. Neue Kassiererin ist Sandra Niedermaier.

07. Dezember 2015

NRW-Fraktionschef Römer ist begeistert vom Energeticon

von Hans-Peter Thelen

IMG_0616„Hier ist Gutes entstanden“, kommentierte Norbert Römer die positive Entwicklung des ehemaligen Annageländes in Alsdorf-Mitte. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion war auf Einladung von Bürgermeister Alfred Sonders zu einem Besuch des Energeticon in die Stadt gekommen. Mit Blick auf das Anna-Gelände, wo vor gut 20 Jahren noch Kohle gefördert und Koks gebacken wurde, sagte Römer anerkennend: „Hier hat nach Bergbauende ein Boom eingesetzt.“
Bürgermeister Alfred Sonders freute sich, dass „der Besuch so gut ankommt, wie wir uns das erhofft haben“. Damit bezog er sich auch auf Norbert Römers Feststellung zum Energieerlebnisort Energeticon. „Es gibt nichts Vergleichbares, weder in Nordrhein-Westfalen noch anderswo“, beglückwünschte der Fraktionsvorsitzende nicht nur die Stadt Alsdorf, sondern die ganze Region.

Bürgermeister Sonders hatte hervorgehoben, dass es sich beim Energeticon nicht um ein Alsdorfer Projekt sondern um eines des ganzen ehemaligen Aachener Reviers. Einmalig und zugleich faszinierend an diesem Projekt sei, dass die Besucher hier eine Zeitreise aus der Vergangenheit von Energiegewinnung in zukünftige Energieformen machen können. Das Energeticon mache direkt erfahrbar, dass alle Energie aus der Sonne komme. „Schülerinnen und Schüler, die aus dem Energeticon herauskommen“, so Sonders, „haben gelernt, dass sie selbst Teil der Energiewende sind.“ Außerdem wecke das Energeticon mit zahlreichen Experimenten ihr Interesse an den Naturwissenschaften.

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30. November 2015

Kajo Strank ist Kandidat der SPD Baesweiler

In Baesweiler wurde am Freitag der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Karl Josef „Kajo“ Strank zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Viele Genossinnen und Genossen aus Baesweiler, aber auch aus den benachbarten Kommunen waren dazu in die Baesweiler Burg gekommen.

Gewählt als Bürgermeisterkandidat der SPD Baesweiler: Kajo Strank

Gewählt als Bürgermeisterkandidat der SPD Baesweiler: Kajo Strank

In einer engagierten Bewerbungsrede stellte Kajo Strank sein Wahlprogramm vor. Und er stellte klar:

„Die Baesweiler SPD kämpft nicht gegen etwas, sondern wir setzen uns für eine bessere Stadt ein!
Wir wollen in Baesweiler wieder etwas verändern. Es stimmt nämlich nicht, dass Baesweiler intakte ländliche Idylle ist. In den vergangenen Jahren wurden viele Fehler gemacht, die Schulentwicklung wurde verpennt.“
Ohnehin die Bildung: „In unserer Stadt müssen alle Schulabschlüsse angeboten werden. Wir müssen den Elternwillen ernstnehmen und Entscheidungen wieder transparent treffen.“

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11. Mai 2015