Thema: Sport

Neben den Bereichen Schule und Weiterbildung bin ich als stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende auch für den Sport zuständig. In NRW gibt es zigtausende Sportvereine, in denen sich viele Menschen zuhause fühlen. Ehrenamtlich wird hier Jugendarbeit betrieben und es wird Integration und Inklusion gelebt. Denn in kaum einem Bereich wie dem Sport ist es so einfach, miteinander in Kontakt zu kommen wie hier!

„Geld muss komplett bei den Vereinen ankommen“

NRW-Staatssekretärin Andrea Milz hat heute das Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Dazu erklärt Rainer Bischoff, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Wir begrüßen, dass den Vereinen landesweit 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden sollen, um ihre Sportanlagen zu sanieren. Wir befürchten allerdings, dass das Geld nicht komplett bei den Vereinen ankommt, weil der Finanzminister bereits die Finger über dem Geld hält. Insgesamt verbleiben schon 30 Millionen Euro oder zehn Prozent der Gesamtsumme in der Staatskanzlei. Wie diese verausgabt werden sollen, ist noch völlig offen. Wir werden uns aber verstärkt dafür einsetzen, dass die Vereine wirklich ihr Geld bekommen.

Wir wünschen den Vereinen, dass die Beantragung der Mittel so unbürokratisch und einfach vollzogen werden kann, wie die Landesregierung das großspurig ankündigt. Zweifel sind hier aber ebenso angebracht wie bei der angeblichen Kostenneutralität des Programms. Für das Vergabeverfahren werden in der Staatskanzlei, dem Landessportbund und der NRW-Bank jeweils zwei Mitarbeiterstellen benötigt.

Wir werden beobachten, ob die schönen Ankündigungen der Realität in der Umsetzung standhalten.“

16. Juni 2019

Ganztag: Expertenanhörung bestätigt großen Handlungsbedarf

In einer großen Expertenanhörung hat sich der nordrhein-westfälische Landtag heute mit der Zukunft der Ganztagsschule befasst. Insgesamt sieben Fachausschüsse haben in den letzten Monaten den zugrundeliegenden Antrag der SPD-Landtagsfraktion beraten. Hierzu erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion:

Ganztag: Expertenanhörung bestätigt großen Handlungsbedarf

„Unser Antrag vom Dezember 2018 hat eine wichtige Diskussion angestoßen. Die heutige Anhörung hat gezeigt, dass der schulische Ganztag eine neue Struktur benötigt. Verbände, Wissenschaftler, Eltern, Schülern und Akteure aus Verwaltungen, Schulen und Sport waren sich einig wie selten. Sie alle machten deutlich, dass die Offene Ganztagsschule (OGS) nach den Anmeldezahlen zwar ein Erfolgsmodell ist, dass die Struktur aber grundsätzlich überarbeitet werden muss. Die OGS ist nicht im Schulgesetz verankert, weshalb die Kommunalen Spitzenverbände sie als ein rechtliches Provisorium bezeichnen. An dieser Problematik ändern auch höhere Etats nichts.

Die SPD-Landtagsfraktion sieht sich in ihren Forderungen klar bestätigt: Die Ganztagsschule der Zukunft braucht einen klaren Bildungsauftrag und landesweit einheitliche Qualitätsstandards. In den Einrichtungen müssen Fachkräfte arbeiten, denen wir gute und sichere Beschäftigungsverhältnisse anbieten. Die Trennung von Unterricht am Vormittag und Betreuung am Nachmittag muss aufgehoben werden, stattdessen brauchen wir eine Struktur, in der ein Zahnrad in das andere greift.

Die SPD-Landtagsfraktion fordert außerdem, die Elternbeiträge grundsätzlich abzuschaffen. Denn die Ausgestaltung ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich und diese Ungerechtigkeit muss beseitigt werden. Handlungsbedarf besteht auch deshalb, weil der Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorsieht, dass Eltern ab 2025 einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz haben. Nach wie vor ist nicht klar, wie die Landesregierung hierauf reagieren will. Einen entsprechenden Antrag, in Verhandlungen einzutreten und einen Ganztagsgipfel einzuberufen, hat die schwarz-gelbe Mehrheit bereits vor einem Jahr abgelehnt.“

Auf der Internetseite des Landtags gibt es eine Übersicht der schriftlichen Stellungnahmen im Vorfeld der Anhörung.

03. April 2019

Besuch beim Kunstradverein RC09 Noppenberg

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Vereinsbesuche war die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers vergangene Woche beim Radfahrclub Noppenberg 1909 (RC09) zu Gast. In zwei Abteilungen ist der traditionsreiche RC09 unterwegs: Die Fachschaft Radtourenfahren hat sich dem Straßenradsport verschrieben und unternimmt regelmäßig große Ausfahrten.

Besuch beim Kunstradverein RC09 Noppenberg
Früh übt sich!

Daneben besteht die seit Jahrzehnten erfolgreiche Fachschaft Kunstradfahren.
Der Kunstradsport ist eine relativ kleine Sportart. In ganz NRW sind gerade einmal 30 aktive Vereine gemeldet. Umso wichtiger ist es, mit der Nachwuchsarbeit schon früh zu beginnen: Bereits mit sechs Jahren können die Jüngsten mit dem Training beginnen.

„Neben der Regelvermittlung und dem Erlernen verschiedener Figuren auf dem Rad geht es uns Verein vor allen darum, dass alle beteiligten Spaß haben und das Kunstradfahren lernen“ , sagte Hans-Leo Sevenich, der 1. Vorsitzender des Vereins. Er hatte sich über die Besuchsanfrage der Abgeordneten sehr gefreut und konnte stolz seine Nachwuchsabteilung präsentieren.

Besuch beim Kunstradverein RC09 Noppenberg
vorbildliche Nachwuchsförderung auf dem Kunstrad

Eva Voigt-Küppers zeigte sich beeindruckt, was selbst schon die jüngeren für Kunststücke auf dem Kunstrad zeigen können.

„Vereine wie der RC09 zeigen immer wieder, wie groß die Vielfalt der Sportarten in unserem Land ist. Ich finde es wirklich großartig, was ihr in so jungen Jahren schon zeigt. Macht bitte weiter so!“

27. März 2019

Volkslauf beim DJK Jung Siegfried

Volkslauf beim DJK Jung SiegfriedUngewohnte Aufgabe für Eva-Maria Voigt-Küppers: Der DJK Jung Siegfried Herzogenrath hatte die Landtagsabgeordnete zu seinem Volkslauf eingeladen, bei dem sie zwei Startschüsse setzen durfte. Gefordert war Voigt-Küppers beim 200-Meter-Lauf der Geburtsjahrgänge ab 2014. „Ein tolles Sportfest an einem der letzten schönen und warmen Tage im Jahr“, freute sich die Abgeordnete.

Mehr als 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an den Wettkämpfen über den Samstag verteilt teil, darunter auch ein Rote-Socken-Laufteam um die Städteregionskandidatin Daniela Jansen. 

30. Oktober 2018

Rainer Bischoff: „Sanierungsprogramm für Sportstätten: Bisher nur heiße Luft“

Der Sportausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags hat sich heute auf Antrag der SPD mit der angeblichen Sanierungsoffensive der Landesregierung für Sportstätten befasst. Dazu erklärt Rainer Bischoff, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 

Rainer Bischoff: „Sanierungsprogramm für Sportstätten: Bisher nur heiße Luft“„Seit Monaten kündigt die Landesregierung ein umfassendes Programm zur Sanierung der Sportanlagen in NRW an. Den Auftakt machte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in seiner Haushaltsrede zur 2. Lesung des Haushalts 2018, danach legte seine Staatssekretärin Andrea Milz (CDU) nach. Vollmundig gab sie Interviews, versprach ,namhafte Summen‘ und dementierte nicht, als daraufhin die Spekulationen ins Kraut schossen, es könnte sich um eine Summe von zwei Milliarden Euro handeln.

 

Heute können wir sagen: Das ist alles nicht mehr als heiße Luft. Im Sportausschuss teilt die Staatskanzlei staubtrocken mit, man berate derzeit über ,Entwurfsüberlegungen‘, die auf Arbeitsebene zunächst zum Abschluss gebracht werden müssten. Man kann auch sagen: Wir haben zwar viel angekündigt, aber nichts fertig.

 

Was die schwarz-gelbe Landesregierung lernen muss: In NRW gucken die Leute genau hin und misstrauen Blendern. Und gerade im Sport heißt es hier: Was zählt, ist auf‘m Platz.“

25. September 2018