Thema: Wirtschaft, Energie und Industrie

Besuch in den Nivelsteiner Sandwerken

Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers hat NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin am Donnerstag die Nivelsteiner Sandwerke in Herzogenrath besucht. Empfangen wurde er dort von den Inhabern des Familienunternehmens, das inzwischen in der fünften Generation geführt wird.

Seit mehr als 110 Jahren wird in den Sandwerken Quarzsand abgebaut, der als einer der hochwertigsten weltweit gilt. Die Unternehmenstochter Green Solar Herzogenrath GmbH, an der auch die Stadt Herzogenrath und der Energieversorger EWV beteiligt sind, hat auf den bereits abgebauten Flächen der Tagebaue in den letzten Jahren den größten Solarpark Nordrhein-Westfalens errichtet.

 

Besuch in den Nivelsteiner Sandwerken

Friedrich Wilhelm Wagner (Bezirksregierung Arnsberg), Garrelt Duin (Landesminister f. Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk), Eva-Maria Voigt-Küppers (Mitglied des Landtags), Charles Russel (Nivelsteiner Sandwerke), Stefan Ludwig (EWV), Manfred Fleckenstein (stv. Bürgermeister Herzogenrath)

Der Minister lobte diese pragmatische Lösung der Bergbaufolgenutzung. „Der Kreis schließt sich“, sagte er. Denn Quarzsand werde auch für die Herstellung von Solarglas verwendet. So könne dem Standort etwas von seinem abgebauten Rohstoff zurückgegeben werden.
Die Green Solar Herzogenrath GmbH kann derzeit schon ein Drittel der Herzogenrather Bevölkerung mit Strom versorgen, das ehrgeizige Ziel lautet aber hundert Prozent. Senior-Chef Charles Russel  lobte besonders die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung und Genehmigungsbehörden, aber auch die große Unterstützung aus der Bevölkerung: „Wenn die Menschen nicht hinter uns stehen würden, ginge das nicht. Darüber sind wir sehr froh“, so Russel.

 

Nach der Befahrung des Betriebs zog Eva-Maria Voigt-Küppers ein Fazit: „Mich beeindruckt das klare Bekenntnis zu Herzogenrath und die Innovationskraft des Betriebs. Man merkt, mit wie viel Weitsicht hier geplant wird, damit der Betrieb von den nächsten Generationen fortgeführt werden kann.“

Weitere Fotos gibt es auf der Flickr-Seite

05. Mai 2017

„Tihange abschalten – grenzübergreifende Netze ausbauen“

Zur Debatte über die aktuelle Entwicklung am Atomkraftwerk Tihange/Belgien in der heutigen Plenarsitzung des Landtages NRW erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, Landtagsabgeordnete für den städteregionalen Nordkreis:
„Die aktuellen Meldungen über Kritik der belgischen Atomaufsichtsbehörde FANC an dem Betreiber Electrabel/Engie des Atomkraftwerks Tihange in Belgien zeigen einmal mehr, dass die Stilllegung des Atommeilers Tihange 2 dringend geboten ist. Die Menschen in Belgien und NRW müssen vor einem möglichen Unfall in diesem „Schrottmeiler“ geschützt werden.“

Der Aachener Landtagsabgeordnete Karl Schultheis, der im Plenum für die SPD-Fraktion gesprochen hat, ergänzt:
„Wir nehmen das berechtigte Interesse der Bürgerinnen und Bürger wie auch der Wirtschaft in Belgien nach Versorgungssicherheit ernst und setzen uns für den Ausbau grenzübergreifender Stromnetze ein. Derzeit ist das Land nur über die Niederlande mit dem deutschen Stromnetz verbunden. Eine Verknüpfung des belgischen und des deutschen Stromnetzes im Raum Aachen dient der Versorgungssicherheit Belgiens, der Netzstabilität in der Euregio und den Absatzmöglichkeiten für deutsche Stromproduzenten. Wir wollen hier ein gutes Beispiel schaffen, wie eine grenzübergreifende Zusammenarbeit zur europäischen Energiewende beitragen kann.“

Mit den Stimmen von SPD, CDU, Grünen und FDP hat der Landtag am Abend einen gemeinsamen Eilantrag verabschiedet.

01. Dezember 2016

Tihange und Doel abschalten!

Das Land Nordrhein-Westfalen wird gemeinsam mit Rheinland-Pfalz Beschwerde gegen den Betrieb der Atomkraftwerke Doel und Tihange erheben. Sowohl die Europäische Kommission als auch die Vereinten Nationen werden von den beiden rot-grünen Landesregierungen angeschrieben werden.

keine 100 Kilometer von Aachen entfernt: Das Atomkraftwerk Tihange. Foto: Michielverbeek/ Wikimedia Commons

keine 100 Kilometer von Aachen entfernt: Das Atomkraftwerk Tihange. Foto: Michielverbeek/ Wikimedia Commons

Eva-Maria Voigt-Küppers, direkt gewählte Landtagsabgeordnete für den Nordkreis, erklärt dazu: „Das ist ein starkes Signal, das von den beiden Bundesländern an der belgischen Grenze ausgeht. Nach wie vor stehen wir zum Atomausstieg und hoffen auch weiterhin, dass andere Länder unserem Beispiel folgen.

Die Berichte, die uns immer wieder über neue Störfälle aus den Atomkraftwerken Doel und Tihange erreichen, sind erschreckend. Ich hoffe, dass die belgische Atomaufsicht endlich zu einer Einsicht kommt und die Pannenmeiler dauerhaft vom Netz nimmt. Die jüngste Laufzeitverlängerung bis 2025 ist absurd.“

08. März 2016