Thema: Würselen

Fördermittelbescheide an Baesweiler, Herzogenrath und Würselen übergeben

Die Regierungspräsidentin für den Regierungsbezirk Köln, Gisela Walsken, hat in dieser Woche Fördermittelbescheide an die Nordkreis-Kommunen Baesweiler, Herzogenrath und Würselen übergeben. Aus Mitteln des Landeshaushalts werden hiermit wichtige Projekte für die Stadtentwicklung unterstützt:

 

Fördermittelbescheide an Baesweiler, Herzogenrath und Würselen übergeben

Symbolbild: Geltungsbereich des InHK Baesweiler

 

Hintergrund der jeweiligen Integrierten Handlungskonzepte ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Modernisierung von Innenstädten. Um Fördermittel beim Land zu beantragen, müssen Kommunen ein geschlossenes Konzept vorlegen, das beispielsweise Stadtentwicklung, Verkehrsflächen und Sozialräume in Verbindung miteinander setzt. Gefördert werden können hierbei auch private Maßnahmen.

29. November 2018

„Schenken Sie uns eine Schulstunde Ihrer Zeit“ – Eva Voigt-Küppers besuchte das Heilig-Geist-Gymnasium

Unter dem Motto „Schenken Sie uns eine Schulstunde Ihrer Zeit“ lädt der nordrhein-westfälische Verband Deutscher Privatschulen jährlich Abgeordnete in seine Schulen ein. Der Besuch im Würselener Heilig-Geist-Gymnasium war für die Landtagsabgeordnete eine kleine Reise in die eigene Vergangenheit: „Als Kind habe ich mit meiner Mutter in der Abtei immer Obst gekauft“, erinnerte sich Voigt-Küppers, die selbst in Broichweiden aufgewachsen ist.

 

„Schenken Sie uns eine Schulstunde Ihrer Zeit“ – Eva Voigt-Küppers besuchte das Heilig-Geist-Gymnasium

Austausch mit der Schulleitung: Christoph Barbier, Eva Voigt-Küppers MdL und Maria Foerster

Im Vorgespräch stellten zunächst Christoph Barbier (Schulleiter) und Maria Foerster (stv. Schulleiterin) das HGG vor, das sich seit vielen Jahrzehnten großer Beliebtheit in der Region erfreut. 800 Schülerinnen und Schüler sowie ein Kollegium mit 70 Lehrerinnen und Lehrer füllen das HGG täglich mit Leben.

Der Leitspruch der Schule lautet „An deiner Seite“. Schülerinnen und Schüler sollen dabei ihren eigenen Weg gehen und Erfahrungen machen – sie werden dabei aber jederzeit und umfassend durch die Schule betreut, wie Barbier erklärte. Im Programm hat das HGG dabei ein breit gefächertes Angebot, das unter anderem eine Archäologie-AG, ein Orchester, den eigenen Schulgarten mit Bienenstand und eine Robotik-AG umfasst.

 

„Schenken Sie uns eine Schulstunde Ihrer Zeit“ – Eva Voigt-Küppers besuchte das Heilig-Geist-Gymnasium

Diskussion mit Schülerinnen und Schülern der Q2

Gut eine Stunde lang diskutierte Voigt-Küppers mit Schülerinnen und Schülern aus der Q2. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten hatten sich gut auf das Gespräch vorbereitet und aus ihren Beiträgen sprach echtes Interesse an der Arbeit der Abgeordneten und Politik im Allgemeinen.
Gesprächsthema war etwa das Kommunalabgabengesetz des Landes. Dieses fordert von den Kommunen unter anderem, den Neubau und die Sanierung von Straßen auf die Anwohner umzulegen. Die SPD im Landtag setzt sich derzeit für eine Abschaffung dieses Paragraphen ein. „Alte Menschen, die in ihrem abbezahlten Häuschen wohnen, kann es in den Ruin treiben, wenn sie plötzlich 10.000 Euro für die Sanierung ihrer Straße bezahlen müssen“, sagte Voigt-Küppers dazu. Die SPD-Fraktion fordere, dass die Mittel, die die Anwohner derzeit aufbringen müssen, aus der Landeskasse entnommen werden. „Aber natürlich geht das nicht unbegrenzt. Wir Politiker müssen unsere Vorhaben mit Geld hinterlegen, wissen aber sehr genau, dass es eine Decke ist, an der von vielen Seiten gezogen wird.“

 

Insgesamt standen aber die Zukunftsthemen der jungen Menschen klar im Mittelpunkt: „Wieso kommt es beim Zugang zum Medizinstudium so sehr auf die Abiturnote an?“ oder „Wieso ist die Anerkennung für nicht-akademische Berufe so gering?“.
Eine Schülerin berichtete von ihrer Absicht, einen handwerklichen Beruf zu erlernen, worauf Betriebe aber oftmals nicht eingestellt seien. Voigt-Küppers stimmte zu, dass hier nach wie vor großer Handlungsbedarf bestehe. „Mein verstorbener Mann hatte einen Malerbetrieb und hat immer versucht, auch junge Frauen für dieses Handwerk anzuwerben. So etwas erfordert beispielsweise getrennte Toiletten oder Umkleideräume, was für den Zehn-Mann-Betrieb schon ein Problem darstellt.“ Es sei oft schwierig für die Politik, den Mittelweg zu finden zwischen Regelungen im Interesse der Beschäftigten und gleichzeitig der Zumutbarkeit für die Betriebe. „Als junge Frau guckt man leider nach wie vor oft in die Röhre“, stimmte Voigt-Küppers zu.

 

Nach einer Stunde zog die Landtagsabgeordnete eine positive Bilanz aus der Diskussion: „Es stört mich, dass so oft von der politikverdrossenen Jugend gesprochen wird. Denn junge Menschen haben politische Interessen und sie äußern sich auch kritisch. Gerade in kontroversen Gesprächen zeigt sich respektvoller Umgang miteinander. So funktioniert unsere Demokratie.“

27. November 2018

Bürgerdiskussion Ost-West in Chemnitz

Am 9. November jährt sich der Fall der Berliner Mauer. Doch die Unterschiede zwischen Ost und West scheinen momentan größer denn je zu sein. Erfolglos wehren sich Städte wie Dresden, Leipzig und Chemnitz gegen das Image eines fremdenfeindlichen Ostens.

Bürgerdiskussion Ost-West in Chemnitz

Diskutierten mit rund 50 Personen: Eva Voigt-Küppers MdL, Monika Lazar MdB und Vladimir Shikhman

Vladimir Shikhman kommt mit seiner jüdischen Familie aus Russland und ist vor zwei Jahren von Würselen nach Chemnitz gezogen, wo er seit zwei Jahren eine Professur an der Technischen Universität innehat. In Würselen engagierten er und seine Eltern sich viele Jahre bei der Tafel, im Erzählcafé und im Fotozirkel “Klick”. Als es vor rund zwei Monaten zu den rechtsextremen Übergriffen in Chemnitz kam, nahm Shikhman Kontakt zur Würselener Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers auf und bat sie darum, nach Chemnitz zu kommen.

Kürzlich fand nun in Chemnitz eine Dialogveranstaltung statt. Sie stand unter dem Titel „Bürgerdiskussion Ost-West“ und wurde organisiert bzw. unterstützt von katholischer und evangelisch-lutherischer Kirche in Chemnitz, dem Lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz und dem Fotozirkel Würselen-Chemnitz.

Gemeinsam mit der Grünen-Bundestagsabgeordneten Monika Lazar aus Leipzig und einem sehr engagierten Publikum diskutierte Eva-Maria Voigt-Küppers über die Missverständnisse zwischen Ost und West. Shikhman brachte die Diskussion mit einer Reihe von Stereotypen in Gang: Wessis, die sich über undankbare Ossis beschweren und Ossis, die sich vom Westen als Bürger zweiter Klasse verstanden fühlen. Einig waren sich alle Diskutanten, dass viel zu viel übereinander, aber zu wenig miteinander gesprochen wird. Gerade die sozialen Medien sorgten dafür, dass sich die Bilder in den Köpfen eher noch verfestigen. Das führt zur Spaltung innerhalb unserer Gesellschaft. Die aufgerissenen Gräben zeugen von Unsicherheit, Misstrauen, Ablehnung und Hass im Umgang miteinander.

Voigt-Küppers sagte, es sei entsetzlich und mache sie fassungslos, dass heute wieder Menschen durch die Straßen gejagt würden. „Angst schlägt in Hass um und als Ventil müssen die Menschen herhalten, die bei uns Hilfe und Sicherheit suchen.“

Bürgerdiskussion Ost-West in ChemnitzDen Mauerfall als friedlichen Umbruch in der DDR wird von allen Anwesenden bis heute als ein großes Glück empfunden. Monika Lazar sagte: „Erst die Wende hat es überhaupt möglich gemacht, sich politisch zu engagieren.“ Sie berichtete von der Aufbruchsstimmung in den neuen Ländern, die sie bei der Vereinigung von Bündnis 90 und Grünen miterlebte. Allerdings seien in der Euphorie der Wiedervereinigung handwerkliche Fehler gemacht worden.

Voigt-Küppers stimmte dem zu: „Die Bundesregierung hat viel zu wenig Acht gegeben auf die Menschen in der ehemaligen DDR, auf ihre Belange, Kultur und Traditionen. Stattdessen wurden im Osten mit der Marktwirtschaft ein ganz neues Wirtschaftssystem und eine neue Währung eingeführt. Die Ost-Wirtschaft war in weiten Teilen nicht wettbewerbsfähig, wodurch tausende Menschen ihre Beschäftigung verloren.“

Die rund 50 Anwesenden zogen ein gemeinsames Fazit: Es müsse mehr miteinander gesprochen werden. Die Missverständnisse zwischen Ost und West könnten nur ausgeräumt werden, wenn es einen Dialog und gegenseitige Wertschätzung gibt. Wir sind ein Land und sollten versuchen, uns nicht weiter voneinander treiben zu lassen, und wie in einer zerrütteten Familie uns gegenseitig nicht gleich aufzugeben.

Voigt-Küppers sagte abschließend: „Wir müssen und wir können bei vielen Problemen nachsteuern. Dazu muss aber der politische Wille formuliert werden. Viele Dinge liegen dabei auf der Hand: Eine Angleichung der Renten beispielsweise ist erst für 2025 vorgesehen – 35 Jahre nach der Wiedervereinigung! Das kann viel schneller gehen, wenn wir es nur möchten.“

 

09. November 2018

745.000 Euro Entlastung für die Nordkreis-Kommunen

Durch einen Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) werden die Städte und Gemeinden in NRW 2019 um 126 Millionen Euro entlastet.

 

Grund dafür ist, dass der „Fonds Deutscher Einheit“ bereits ein Jahr früher als vorgesehen zu Ende ist, so dass die Kommunen einen Teil ihrer erhöhten Gewerbesteuerumlage nicht mehr zahlen müssen. Damit werden die vier Kommunen im Nordkreis bereits im kommenden Jahr um rund 745.000 Euro entlastet.

Im Jahr 2017 betrug der Beitrag, den Alsdorf leisten musste, 158.000 Euro, in Baesweiler waren es 99.000 Euro. Herzogenrath steuerte 267.000 Euro zum Fonds Deutsche Einheit bei und Würselen 221.000 Euro. Diese Zahlungen werden im kommenden Jahr entfallen.

 

Die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers freut sich über diese Nachricht: „Wir halten Wort und helfen den Städten und Gemeinden nachhaltig. Mit dieser strukturellen Entlastung hilft SPD-Finanzminister Olaf Scholz der kommunalen Familie direkt. Dass dies bereits ein Jahr früher als geplant umgesetzt wird, ist sehr zu begrüßen.“

02. November 2018

Spatenstich für die L223

In Anwesenheit von Verkehrsminister Wüst hat gestern in Niederbardenberg der symbolische Spatenstich für die L223 stattgefunden. Der Bau soll am nächsten Dienstag am Schulzentrum Herzogenrath beginnen. Anschließend wird der Kreisverkehr an der K1 gebaut, dann das Stück zwischen Vier Jahreszeiten und Herzogenrath und schließlich zwischen Vier Jahreszeiten und Birk.

 

Die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers kommentierte den Spatenstich: „Es ist noch viel zu tun, denn die Bürger sind meines Erachtens nicht hinreichend über die Details – und vor allem über die notwendigen Sperrungen informiert. Hier müssen Verkehrsminister Wüst und Straßen.NRW ihre Kommunikation wesentlich verbessern. Denn natürlich müssen alle Nutzer der Straße, ob sie nun mit dem Auto oder dem Bus unterwegs sind, frühzeitig über die Umleitungen informiert werden!

Spatenstich für die L223

Insgesamt begrüße ich das Vorhaben sehr. Fast 20 Jahre warten die Anwohner zwischen dem Schulzentrum Herzogenrath und dem Kreisverkehr Birk in Würselen nun auf Neubau und Verlegung der Straße. Durch den Bau der A44-Anschlussstelle Broichweiden hat es eine erhebliche Zunahme des Verkehrs gegeben und auf der schmalen Trasse haben sich mehrere schwere Unfälle ereignet. Bis zu 18.000 Fahrzeuge passieren heute die Häuser teils in nur wenigen Metern Entfernung.
Nachdem eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Aachen abgewiesen wurde, kann der Landeshaushalt 2018 endlich Mittel für die Erneuerung der L223 bereitstellen.

 

Mich begleitet die L223 seit meiner ersten Wahl in den Landtag vor acht Jahren. Alfred Lange (im Bild der dritte von links) hat schon vor vielen Jahren eine Bürgerinitiative für den Neubau des besagten Straßenabschnitts gegründet und die Politik in den letzten Jahren immer wieder mit diesem Anliegen konfrontiert. Ich habe ihm und seinen Mitstreitern für dieses hartnäckige Engagement gedankt.“

16. Mai 2018