„Gute OGS darf keine Glückssache sein“ – Besuch der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers in der GGS Klinkheide

28. September 2018

Die Träger der freien Wohlfahrtspflege sind mit ihrer Kampagne „Gute OGS darf keine Glückssache sein“ in einen zweiten Durchgang gestartet. Bereits im Frühjahr und Sommer 2017 hatte es eine große Kampagne gegeben, die in einer Demonstration vor dem Landtag mit mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihren Höhepunkt gefunden hatte.

Um die Offenen Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen zu kurzfristig retten, fordern die Träger von der Landesregierung kurzfristig ein Rettungspaket. Gleichzeitig pochen sie aber weiterhin darauf, dass der Offene Ganztag auch struktureller Änderungen bedarf.

 

„Gute OGS darf keine Glückssache sein“ – Besuch der Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers in der GGS Klinkheide

Auf dem Bild (v.l.): Daniela Bösche (kommissarische Schulleiterin der GGS Klinkheide), Eva-Maria Voigt-Küppers (Landtagsabgeordnete), Simone Siemons (OGS-Fachberaterin Haus St. Josef), Bernd Lehrheuer (Gebäudemanagement Stadt Herzogenrath), Martina Richardy-Hütten (OGS-Koordinatorin), Dagmar Hardt-Zumdick (Caritasverband für das Bistum Aachen), Elke Godel-Jansen (Schulamt Herzogenrath).

Die Landtagsabgeordnete und Schulpolitikerin Eva-Maria Voigt-Küppers hat sich in dieser Woche an der Gemeinschaftsgrundschule Klinkheide in Herzogenrath-Kohlscheid erneut ein Bild vor Ort gemacht.

Die OGS befindet sich in Trägerschaft der Haus St. Josef gGmbH. An der zweizügigen Grundschule besuchen mehr als 90 Kinder den Offenen Ganztag. Das Angebot werde hierbei so gut angenommen, dass Räumlichkeiten und Personalkapazitäten nicht mehr ausreichen, berichtete die OGS-Fachberaterin Simone Siemons. Mit der Herzogenrather Stadtverwaltung befindet man sich momentan in der Abstimmung um einen Erweiterungsbau für den Ganztag.

 

„Die freien Wohlfahrtsverbände fordern klare Regelungen für die OGS. Wir brauchen einheitliche Standards für Räume, Personal und finanzielle Ausstattung“, sagte Dagmar Hardt-Zumdick vom Caritasverband für das Bistum Aachen. Seit 15 Jahren gibt es in NRW die OGS, aber rechtlich ist sie nach wie vor ein Provisorium. Der Offene Ganztag hat keinen Gesetzesrang, sondern ist landesseitig über Erlasse geregelt.

Man habe sich in der Vergangenheit an Vieles nicht herangetraut, gestand die Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers ein. Der Blick sei aber nach vorn zu richten: „Es muss eine ordentliche Lösung her, die mit allen Beteiligten abgestimmt ist. Wir haben von der Landesregierung bereits im März einen OGS-Gipfel gefordert, denn niemand hat Verständnis, dass jeder immer auf den anderen zeigt. Alle müssen an einen Tisch.“ Der Antrag auf einen solchen Gipfel sei aber von der Mehrheit des Landtags abgelehnt worden. Derzeit führe die SPD-Landtagsfraktion Gespräche im ganzen Land und erarbeite ein grundständig neues OGS-Modell.

 

An Ideen für eine Weiterentwicklung des Ganztags mangelt es nicht: Etwa in der Zusammenarbeit von Schule und OGS. Das OGS-Personal auch im Vormittagsbereich einzusetzen, sei eine Bereicherung für den Unterricht und ermögliche den OGS-Trägern zudem, endlich Vollzeitstellen anzubieten, waren sich alle Teilnehmerinnen des Gesprächs einig.

 

 

Die Kampagne „Gute OGS darf keine Glückssache sein“ wird flankiert von einer Onlinepetition an den Landtag:

https://www.openpetition.de/petition/online/wir-fordern-ein-rettungspaket-fuer-den-offenen-ganztag

Themen: Herzogenrath, Im Wahlkreis, Schule und Bildung