„Tihange abschalten – grenzübergreifende Netze ausbauen“

01. Dezember 2016

Zur Debatte über die aktuelle Entwicklung am Atomkraftwerk Tihange/Belgien in der heutigen Plenarsitzung des Landtages NRW erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, Landtagsabgeordnete für den städteregionalen Nordkreis:
„Die aktuellen Meldungen über Kritik der belgischen Atomaufsichtsbehörde FANC an dem Betreiber Electrabel/Engie des Atomkraftwerks Tihange in Belgien zeigen einmal mehr, dass die Stilllegung des Atommeilers Tihange 2 dringend geboten ist. Die Menschen in Belgien und NRW müssen vor einem möglichen Unfall in diesem „Schrottmeiler“ geschützt werden.“

Der Aachener Landtagsabgeordnete Karl Schultheis, der im Plenum für die SPD-Fraktion gesprochen hat, ergänzt:
„Wir nehmen das berechtigte Interesse der Bürgerinnen und Bürger wie auch der Wirtschaft in Belgien nach Versorgungssicherheit ernst und setzen uns für den Ausbau grenzübergreifender Stromnetze ein. Derzeit ist das Land nur über die Niederlande mit dem deutschen Stromnetz verbunden. Eine Verknüpfung des belgischen und des deutschen Stromnetzes im Raum Aachen dient der Versorgungssicherheit Belgiens, der Netzstabilität in der Euregio und den Absatzmöglichkeiten für deutsche Stromproduzenten. Wir wollen hier ein gutes Beispiel schaffen, wie eine grenzübergreifende Zusammenarbeit zur europäischen Energiewende beitragen kann.“

Mit den Stimmen von SPD, CDU, Grünen und FDP hat der Landtag am Abend einen gemeinsamen Eilantrag verabschiedet.

Themen: Europa, Im Landtag, Im Wahlkreis, Wirtschaft, Energie und Industrie