Übergabe einer Unterschriftenliste an Minister Voigtsberger

19. November 2011

Übergabe einer Unterschriftenliste an Minister Voigtsberger

Verkehrsminister Voigtsberger, Landtagsabgeordnete Voigt-Küppers und Bürgermeister von den Driesch zusammen mit der Bürgeriniative bei der Übergabe der gesammelten Unterschriften.

Nachdem NRW-Verkehrsminister Voigtsberger Ende September die Priorisierungsliste des Landesstraßenbedarfsplans veröffentlicht hat, kam nun eine Delegation der Bürgerinitiative L 223n in den Landtag, um noch einmal die Dringlichkeit des unbestrittenen Neubaus zum Ausdruck zu bringen. Alfred Lange von der Bürgerinitiative bedankte sich herzlich für die Möglichkeit, am Rande der Plenarsitzung dem Minister eine Unterschriften der betroffenen Anwohner für den Umbau ihrer Ortsumgehung zu überreichen. „Wir sehen nach zwanzigjähriger Planungsphase endlich Licht am Horizont. Nicht zuletzt durch die Unterstützung von Hans Vorpeil, Christoph von den Driesch und Eva-Maria Voigt-Küppers stehen wir heute hier“, ist Lange optimistisch.

Voigtsberger, der mit der Situation vor Ort gut vertraut ist, ist ebenfalls zuversichtlich, dass die Straße nun bald gebaut wird. Er versicherte, dass der Planfeststellungbeschluss wie vorgesehen Ende Dezember feststeht und das hieße, dass die Straße grundsätzlich gebaut werde. Nach heutigem Stand bestünden vor Ort keine Einwände gegen die Umlegung der Trasse. Alle betroffenen Landwirte seien bereits vorstellig geworden und letzte Unstimmigkeiten konnten aus dem Weg geräumt werden, so Bürgermeister von den Driesch. Nach der Planstellung besteht jedoch noch einen weiteren Monat die Chance, letzte Einwände vorzubringen.

Anschließend geht die L 223n in ein weiteres Ausbauprogramm. Dabei handelt es sich um ein eigenes Verfahren, das fair und offen prüft, wann und wie die Straße letztendlich umgesetzt wird. Die Kosten betragen 3,1 Millionen Euro, das Land stellt für NRW insgesamt 55 Millionen Euro zur Verfügung. „Da die Landmittel für den Straßenbau enorm weggekürzt worden sind, werden wir immer Finanzierungprobleme haben. Darum freut es mich umso mehr, dass wir nach dem sehr konstruktiven, engagierten und lösungsorientierten Dialog vor Ort nun einen wesentlichen Schritt erreicht haben: Die Landstraße wird in jedem Fall umgesetzt“, so die Verkehrspolitikerin Voigt-Küppers. Das sei schon ein Meilenstein, fügt der Minister hinzu. Als kurzfristige Sofortmaßnahme wird an dem Unfallschwerpunkt Duffesheiderweg eine Ampelanlage installiert. Langfristig wird es dort einen Kreisverkehr geben. „Mit dem Umbau der Landstraße ergeben sich für die Stadt Herzogenrath infrastrukturelle Vorteile“, freut sich auch Bürgermeister von den Driesch. Zu nennen sei hier besonders die Anbindung an das Autobahnnetz Aachener Kreuz.

 

Themen: Bauprojekt L223, Herzogenrath, Im Wahlkreis, Infrastruktur und Verkehr, Würselen